ASH-Hallenmasters 2014 | Wer wird Osnabrücks Hallenchampion?

Am Freitagabend startet im Hasberger Schulzentrum das „Grande Finale“ des Osnabrücker Hallenfußballs. Der SV Ohrbeck ist Veranstalter des ASH-Hallenmasters 2014 und begrüßt die sechszehn erfolgreichsten Clubs vom Fortuna-, Indoor-, Hüggel- sowie Addi-Vetter-Cup.

 

Kann der FC SW Kalkriese seinen Masterstitel verteidigen?

 

Ehe am Freitag das 21. Masters-Turnier von Holger Elixmann um 18:30h freigegeben wird, stellen wir Euch alle Teilnehmer in einem Überblick vor:

 

Gruppe A
Der Titelverteidiger FC SW Kalkriese trifft auf den Hüggelcup-Sieger SC Melle (Sieger 1996 und 2012)! Während die Schwarz-Weißen aufgrund ihrer großen kämpferischen Mentalität „gefürchtet“ sind, gilt bei Melle das Prinzip des Heimvorteils in Hasbergen, ist dies doch Austragungsort des Hüggelcup. Da Melle zudem als Landeligist formal starker eingeschätzt werden muss als die Kontrahenten, erübrigen sich weitere Details. Beide Teams sind also in dieser Gruppe favorisiert gegen die Kreisligisten von Eintracht Rulle und dem SV Kosova. Allerdings konnten die Kosovaren jüngst beim Vetter-Cup die lila-weißen Kicker vom VfL im Viertelfinale ausschalten. Für Überraschungspotential ist gesorgt. Bleibt also für Rulle die komfortable Rolle als Außenseiter, die von Coach Thomas Schilling bestimmt gerne angenommen wird.
 
 
Gruppe B
Die schillerndste Figur in Gruppe B ist der SSC Dodesheide. Cool und abgezockt gewann das Team von Robert Borgelt den Addi-Vetter-Cup mit einem ausgesprochen jungen Team. Wenn die Kicker ähnliches Leistungsvermögen in Hasbergen entfalten, sind sie schwer zu stoppen. Am ehesten ist dies den SF Lechtingen zu zutrauen. Mit vielen höher klassigen Spielern gespickt (z.B. Schleibaum, Schomäcker, Dorenkamp, Kamper, Rüther) erreichten die Sportfreunde erneut das Indoor-Cup-Finale. Beim Masters hat es bislang noch nie für mehr gereicht. Mit Bersenbrück tummelt sich ein weiterer Ex-Masters-Champion (1999) in der Gruppe B. Die Nordkreisler sollte man ebenso auf dem Zettel haben, denn mit Tolischus, Placke, Wiesner, Hartwig geht der TuS mit starkem Personal auf Torejagd. Und was ist mit Kloster Oesede? Nun, die hatte man beim Hüggelcup nicht auf der Rechnung und dennoch erreichte der VfL mit einer tollen Leistung das Halbfinale beim Hüggelcup. Am Freitag wird Torjäger Ingo Menkhaus dazu stoßen, um möglicherweise die Tore für den Einzug in die Endrunde zu erzielen.
 
 
Der SC Melle 03 (rot) und Blau-Weiss Hollage gehören sicher zum engeren Favoritenkreis
 
 
Gruppe C
Flaggschiff BW Hollage (Sieger 2008, 2010) muss sich als Landesligist in Gruppe C mit der Rolle des Favoriten abfinden. Als Indoor-Cup-Sieger unterstrichen die Blau-Weißen, dass sie mit dieser Bürde umgehen können. Mit der 14. Teilnahme am Masters gehören die Hollager zum festen Bestandteil des Turniers. Nur VfL II war öfter dabei (18-mal). Der SC Türkgücü dürfte an die guten Vorstellungen in der Halle anknüpfen wollen. Platz zwei beim Vetter-Cup und Dütecup sowie Turnier-Sieger beim TWI-Cup – das Team von Ricardo Manzei ist in Form für das Highlight. Für Manzei ist es am Samstag eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Er war viele Jahre in Hasbergen als Spielertrainer tätig und kennt jeden Zentimeter der Halle genau. Wenn man den SV Melle Türkspor und den SC Rieste als Außenseiter in dieser Gruppe bezeichnet, tut man beiden Klubs Unrecht. Rieste konnte immerhin einmal den Titel als Masters-Champion gewinnen (2001) und ist Stammgast bei den Masters-Turnieren mit elf Teilnahmen seit 2000. Türkspor Melle kann eine rasante Hallensaison nach einem tollen Hüggelcup mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht krönen. Der Heimvorteil in der Halle und die große eigene Begeisterungsfähigkeit könnten dies ermöglichen.
 
 
Gruppe D
Viktoria GMHütte (Sieger 1995 und 2000) geht als ganz großer Favorit in das Turnier. Beim Hüggelcup verloren die Rehlberg-Kicker unglücklich das Finale gegen Melle, überzeugten aber in vielen Spielen die Zuschauer mit schnellem, temporeichem Kombinationsfußball. Ein Ausscheiden in der Vorrunde wäre eine bittere Enttäuschung für Gausmann, Selvi, Alarslan und Co.. Quitt Ankum kommt als Fortuna-Cup-Sieger daher. Somit scheint der zweite Favorit aufs Weiterkommen schnell gefunden. Wäre da nicht der Spielverein 16 mit großer Klasse. Beim Vetter-Cup im Halbfinale gescheitert, blieben die stark eingeschätzten Jungs von Tim Stein etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück. Es lag letztlich daran, dass Leistungsträger wie Tobias Bussmann, Daniel Rehers und Tim Stein am Finaltag nicht ihre beste Form fanden. Auch die SF Schledehausen sind nicht zu unterschätzen. Das junge Team von Björn Steffen kann als Außenseiter locker in die Vorrunde gehen, um den Favoriten ein Bein zu stellen. Wer weiß, oftmals kommt Unverhofft oft...