Dütecup 2015 | Dodesheide feiert Erfolg bei Jubiläumsauflage

Der Dütecup 2015 geht an den SSC Dodesheide: Das Team vom Sonnenhügel feierte seinen ersten Erfolg beim Jubiläumsturnier am Hermannschacht und belohnte sich selbst für eine gute Turnierleistung. Rekordsieger SV Bad Rothenfelde musste indes schon nach der Endrunde die Segel streichen, die vielen Besucher in der gut gefüllten Sporthalle Wellendorf bekamen einiges geboten.

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Schon in den beiden Endrundengruppen schenkten sich die Teams nichts. Machte es der SSC Dodesheide im ersten Endrundenspiel der Gruppe E beim 6:1 gegen den SV Bad Laer noch deutlich, so schlug der SC Glandorf den SV Bad Rothenfelde im zweiten Gruppenspiel knapp mit 2:1. Da das Ergebnis des SCG gegen den SV Bad Laer (4:2 – Erfolg) aus der Vorrunde mitgenomen wurde, stand der SC Glandorf schon früh als erster Halbfinalteilnehmer fest. Im vorletzten Gruppenspiel musste der SV Bad Rothenfelde den SV Bad Laer hoch schlagen um eine Chance auf das Halbfinale zu behalten, zudem durfte Dodesheide im Duell gegen Glandorf nicht punkten. Der SVR machte seinen Job, beim 8:0 gegen den SV Bad Laer münzte der Rekordsieger seine drückende Überlegenheit in zahlreiche Treffer um. Der SSC Dodesheide tat dem SVR jedoch keinen Gefallen und schlug den SC Glandorf mit 1:0. Für den SV Bad Rothenfelde und dem SV Bad Laer war das Turnier nach der Endrundengruppe beendet. Auch in der Gruppe F ging es um die Tickets für das Halbfinale, die beste Ausgangslage hatte vor Spielbeginn der TuS Bersenbrück nach seinem Vorrundensieg gegen den Spielverein 16.Mit dem 1:1 gegen Viktoria Georgsmarienhütte behielt der Landesligist die besten Chancen. Melle Türkspor unterlag dem Spielverein 16 mit 3:1, der Kreisligist aus dem Grönegau stand im letzten Gruppenspiel unter Druck. Spannend war es zudem, weil jede Mannschaft vor ihrem letzten Spiel sowohl weiterkommen als auch ausscheiden konnte. Das erste Halbfinalticket löste der Spielverein 16 mit einem souveränen 5:0 gegen Viktoria Georgsmarienhütte. Bersenbrück oder Melle Türkspor – wer sicherte sich den letzten Platz in den „Top 4“? Beide Teams boten der vollen Sporthalle in Wellendorf eine richtig packende Partie mit vielen spannenden Szenen. Auf der Platte wurde es phasenweise richtig hitzig. Drei Minuten vor Schluss stand es 4:3 für Melle Türkspor, damit wäre der TuS Bersenbrück aufgrund des Torverhältnisses im Halbfinale. In der Schlussminute warf Melle alles in die Waagschale, am Ende reichte es jedoch nicht mehr. Der TuS Bersenbrück zieht ins Halbfinale ein.

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Im ersten Halbfinale der Jubiläumsauflage des Dütecups standen sich der Spielverein 16 Osnabrück und SC Glandorf gegenüber. Beide Teams kennen sich aus der Bezirksliga, ein Favorit war in diesem Halbfinale nicht auszumachen. Der Spielverein 16 ging durch Tim Stein früh in Führung, gut fünf Minuten vor dem Ende erhöhte Jörn van Dyk auf 2:0. Glandorf gab sich nicht auf, versuchte über schnelle Gegenstöße zum Torrfolg zu kommen, sah sich aber auch einer gut stehenden SV-Mannschaft gegenüber. Und sie wurden belohnt: Alexander Pöhler verkürzte auf 2:1. Im direkten Gegenzug stellte Daniel Rehers mit seinem 3:1 den alten Abstand wieder her. Doch Glandorf verkürzte erneut: Fünfzig Sekunden vor dem Ende traf Christoph Lefeld zum 3:2. Mehr passierte jedoch nicht, der Spielverein 16 zog ins Finale ein.

Das zweite Halbfinale bestritten der SSC Dodesheide und der TuS Bersenbrück. Der Landesligist aus Bersenbrück ging favorisiert isn Spiel, lief aber zunächst einem Rückstand hinterher. Deni Alagic traf zum 1:0. Packend ging es weiter: Dodesheide kassierte sechs Minuten vor dem Ende eine Zeitstrafe, die Überzahl nutzte Bersenbrück zum Ausgleich. Andrej Homer trug sich in die Torschützenliste ein. Packende Zweikämpfe, schöne Szenen und viel Tempo: Die Besucher brauchten ihr Kommen zu keiner Zeit zu bereuen. Nach einer Viertelstunde Spielzeit stand es 1:1, ein Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Dort setzte sich der SSC Dodesheide mit 5:4 durch. Dimitri Vollmer, Timo Böß, Deni Alagic und Stevan Cosovic trafen für den SSC, Erich Kirchkesner scheiterte an TuS-Keeper Christoph Bollmann. Beim TuS Bersenbrück trafen Marc Flottemesch, Max Tolischus und Igor Barlov. Florian Schimpf setzte den Ball ebenso an den Pfosten wie auch Burhan Akbulut.

Der SC Glandorf und der TuS Bersenbrück schossen den dritten Platz im Neunmeterschießen aus. Die Mannschaft aus dem Osnabrücker Südkreis holte mit einem 4:2 über den Landesligisten den dritten Platz. Alexander Pöhler, Tobias kleine Kracht, Peter Schöne und Kevin Scheckelhoff waren vom Punkt erfolgreich, Marcel Jankrift scheiterte an Christoph Bollmann. Marc Flottemesch zeigte sich auf Seiten der Bersenbrücker vom Punkt erneut sicher, neben ihm traf auch Andrej Homer. Gerrit Menkhaus und Max Tolischus verschossen.

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Spielverein 16 gegen SSC Dodesheide – so lautete das Finale beim zehnten Dütecup. Eins war schon vor dem Anstoß klar: Der Pokal geht in diesem Jahr zu einem Verein, der noch nie den Dütecup gewinnen konnte. Das Stadtderby zweier Bezirksligisten versprach schon vor dem Anstoß eine Menge Brisanz. Beide Teams tasteten sich zunächst ein wenig ab, dem abwartenden Beginn folgten jedoch schnelle Spielzüge. Einen davon nutzte der Spielverein 16: Daniel Rehers brachte seinen SV 16 in der vierten Spielminute mit 1:0 in Führung. Der SSC Dodesheide suchte seine Lücken im Spielaufbau, kam aber zu selten zwingend vor das Tor um 16-Keeper Jonas Gutendorf. Tim Stein und sein Spielverein 16 spielten ihr Spiel auf der anderen Seite ruhig, überlegt und clever runter. Zwanzig Sekunden vor dem Ende nutzte Dimitri Vollmer eine Lücke zum 1:1, Dodesheide jubelte. So musste auch das Finale über ein Neunmeterschießen entschieden werden. Und auch im Neunmeterschießen blieb es spannend: Dominic Wagener trat für den SV 16 als erster an den Punkt und verwandelte souverän, Dodesheides Dimitri Vollmer tat es ihm gleich. Atan Krboljic scheiterte an Böhmann, Timo Böß behielt die Nerven. Jan – Marten Bruning gleich anschließend wieder aus, Deni Alagic scheiterte an Jonas Gutendorf. Jörn van Dyk setzte den vierten Elfmeter des Spielverein 16 vorbei, Erich Kirchkesner traf zum 3:4. Auf Seiten des SV 16 musste Daniel Rehers nun treffen, Rehers hielt dem Druck stand. Stevan Cosovic, im Halbfinale noch souveräner Schütze, scheiterte an Jonas Gutendorf. Der Druck lag nun bei Dominic Wagener, der den sechsten Elfmeter unbedingt einnetzen musste. Wagener scheiterte, Dimitri Vollmer machte mit seinem 4:5 den Sack endgülig zu.

Neben dem Sieger aus der Stadt Osnabrück gab es weitere Ehrungen: Spieler des Turniers wurde Timo Böß (SSC Dodesheide), als bester Torhüter wurde Christoph Bollmann (TuS Bersenbrück) ausgezeichnet. Sieben Tore brachten Dominic Wagener (Spielverein 16) zudem den Titel des Torschützenkönigs.

Die Kader der Finalrunde

SSC Dodesheide: Böhmann, von der Haar – Spoida, Cosovic, Alagic, Kirchkesner, Vollmer, Böß, Hajdnaj-Cabalero, Kandelhart

SV Bad Laer: Eickhorst – Mentrup, Schulte, Seete, Rinklage, Klein, Paul, Ulrichs, Langelek

SV Bad Rothenfelde: Mentaz – Meyer-Potthoff, Kuhlmann, Fiss, Pfannenstiel, Malungu, Linnemann, Pörschke, Haase

SC Glandorf: Brandmann – Jankrift, Biedendieck, Lefeld, Lehmkuhle, T. Pöhler, A. Pöhler, Schöne, Scheckelhoff, kleine Kracht

Spielverein 16: Gutendorf – Krboljic, Herberger, Wagener, Martin, Wendel, Brunink, Rehers, Stein, von Dyk

TuS Bersenbrück: Bollmann – Flottemesch, Homer, Tolischus, Schwarz, Akbulut, Menkhaus, Balov, Schimpf

SV Viktoria 08 Georgsmarienhütte: Suendorf – Gelwer, Redzic, Baumann, Holkenbrink, Michels, Maßmann, Rosemann, Hehemann

SV Melle Türkspor: Bostan – Ahmed, Noureddine, Azattemur, Akbayram, Hussein, Güler

Schiedsrichter: Christoph Stieglat (SuS Buer) und Andreas Landwehr (SF Schledehausen)

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