Frauen | Arminia fiebert „Spiel des Jahres“ entgegen

Es ist das Spiel des Jahres für die Kickerinnen von Arminia Ibbenbüren und zugleich ein echtes Hightlight wenn am morgigen Samstag um 13:00 Uhr die Bundesligafrauen des FC Bayern München im Stadion Schierloh gastieren. Ganz Ibbenbüren fiebert dem Spiel entgegen und auch im Umkreis ist die Vorfreude groß.

Es ist ein Spiel, welches sich die Grün-Weißen aus Ibbenbüren hart erarbeitet haben. Die Arminen sorgten im diesjährigen DFB-Pokal gleich für zwei Überraschungen: In der ersten Runde besiegte die Arminia den Regionalligisten FFV Leipzig, in Runde zwei bissen sich die Zweitligaspielerinnen des Bramfelder SV an den Schützlingen von Frank Schlichter die Zähen aus. Nun kommt es also zum großen Match gegen den FC Bayern München, in das Arminia Ibbenbüren zweifelsfrei als klarer „Underdog“ geht. Der Westfalenligist steht in der Liga nach dreizehn absolvierten Partien mit 28 Punkten auf einem guten vierten Tabellenplatz, die Spielerinnen betreiben den Sport rein aus Hoby und haben sichtlich Spaß an der Sache. Toptorschützin der Westfalen ist Imke Eversmeyer. Eversmeyer traf in dieser Saison schon fünf Mal. Die Arminia wartet mit einer jungen und erfolgshungrigen Mannschaft auf und möchte dem „großen“ FC Bayern München das Leben so schwer wie möglich machen. Die Spielerinnen sind bis in die Haarspitzen motiviert und freuen sich sehr auf das morgige Spiel.

Anreise mit dem Flugzeug, professionelles Umfeld und ein mit zahlreichen Namen und Erfahrungen gespickter Kader – die Welt des FC Bayern München unterscheidet sich nicht nur im Vereinsnamen deutlich von der der Gastgeberinnen. Bayerns Frauen sind Tabellenführer der ersten Bundesliga, sammelten 22 Punkte aus neun Spielen und kassierte erst eine Niederlage – ein 1:2 daheim gegen den VfL Wolfsburg. München schwimmt auf einer Welle des Erfolgs und setzte auch im Pokal bisher deutliche Marken: Der 1. FC Riegelsberg (in der Nähe von Saarbrücken) bekam in der zweiten Runde eine 0:15 – Packung nachdem der FCB in der ersten Runde ein Freilos genoss. Nun reist der Bayern-Tross ins nördliche Westfalen und möchte sich dort keinesfalls blamieren. Trainer Thomas Wöhrle erwartet einen heißen Pokalfight und auch seine Mannschaft wird die Arminia nicht unterschätzen. Gespickt ist der Kader von zahlreichen Namen. Mit Melanie Behringer, Melanie Leupolz, Simone Laudehr, Lena Lotzen und Sara Däbritz stehen gleich fünf aktuelle oder ehemalige deutsche Nationalspielerinnen im Aufgebot des FCB. Zudem sind mit Gina Lewandowski und Vanessa Bürki zwei bekannte Nachnamen dabei. Beide haben jedoch nichts mit ihren bekannten Namensvettern aus der Herren-Bundesliga zu tun.

Der Weg in die dritte Runde führte Arminia Ibbenbüren über zwei Hürden. In der ersten Runde gab es ein deutliches 5:1 (2:0) für den Westfalenligisten über den Regionalligisten FFV Leipzig vor 250 Zuschauern (hier geht’s zum Spielbericht und zur Bildergalerie). Die zweite Runde hielt wesentlich mehr Spannung parat: Gegen den Zweitligisten Bramfelder SV lieferte Arminia Ibbenbüren eine klasse Leistung ab, konnte zwischendurch sogar in Führung gehen und rettete sich bis ins Elfmeterschießen. Nach dem 3:3 der regulären Spielzeit und Verlängerung avanierte Arminia-Torfrau Stefanie Kösters zur Matchwinnerin: Erst machte sie einen Elfmeter zunichte um dann den entscheidenden Versuch höchst selbst zu vollenden (hier geht’s zum Spielbericht und zur Bildergalerie). Und geht es nach den Grün-Weißen, so darf die Geschichte morgen gerne weitergehen.



Das Stadion Schierloh ist der Austragungsort dieser historischen Begegnung. Es liegt an der Gravenhorster Straße 232 in 49477 Ibbenbüren und bietet bis zu 5.000 Besuchern Platz. Ist das Leichtathletikstadion während des regulären Spielbetriebes immer ausreichend so könnte es morgen ein wenig enger zugehen. Armina Ibbenbüren setzte im Vorverkauf bisher mehr als 1.500 Tickets für das morgige Spiel ab und rechnet auch an den Tageskassen noch mit reichlich Betrieb. Diese öffnen zeitgleich mit dem Stadion um 11:30 Uhr. Arminia Ibbenbüren bittet die Besucher möglichst in Fahrgemeinschaften oder mit dem Rad anzureisen, da die Parkmöglichkeiten im Stadionumfeld begrenzt sind. Der Verien freut sich auf das morgige Spiel und viele Zuschauer – diesen würdigen Rahmen haben sich die Arminia-Damen allemal verdient!