Frauen | „Wollen die nötigen Punkte holen!“

Nur sieben Punkte aus dreizehn Spielen – die Regionalligafußballerinnen der TSG Burg Gretesch stecken zum Jahresende in akuter Abstiegsgefahr. Die Blau-Weißen überzeugten jedoch oft durch Leidenschaft und mit einer ordenlichen Leistung, machten sich das Leben aber auch selbst schwer. Wir schauen kurz auf den bisherigen Saisonverlauf zurück.

Die TSG Burg Gretesch ging personell nahezu unverändert in die Saison: Mit Johanna Beermann (zum TSV Lustnau) und Elisa Garcia (in die zweite Mannschaft) mussten nur zwei Abgänge kompensiert werden. Zwei Talente rückten in den Kader des Regionalligisten auf: Celine Kronemeyer und Michelle Jansen kamen aus den B-Juniorinnen und ergänzen den Kader. Trainer Martin Möllenkamp kann auf einen achtzehn Spielerinnen starken Kader zurückgreifen, musste allerdings früh auch schwere Verletzungen verkraften. Daniela Leitmann und Jennifer Holtgräve fehlen der TSG Burg Gretesch schon länger und ein Ende ist noch nicht abzusehen, zudem wurde die TSG immer wieder von kleineren Verletzungen heimgesucht. Das Team konnte sich während der aktuellen Saison kaum einspielen. Dazu kam, dass man sich zu viele einfache und individuelle Fehler erlaubte. Die Saison begann mit einer Niederlage gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen, es folgte ein 3:0 – Erfolg beim TSV Duvenstedt/Wohldorf-Ohlstedt (kurz Du/Wo) in Hamburg. Fünf Niederlagen in Folge ließen die TSG Burg Gretesch schließlich in den Abstiegssumpf rutschen. Ein Umstand, der auch Torfrau Sabrina Martin nicht glücklich macht: „Nach den ersten beiden Saisonspielen hatte ich selbst ein gutes Gefühl, aber leider ist es in den folgenden Spielen nicht so gut gelaufen. In der Defensive haben wir uns oft selbst in Bedrängnis gebracht und die Gegner zum Tor schießen eingeladen. Vorne waren wir im Gegenzug oft nicht effektiv genug.“ Zweifelsohne: Gretesch zeigte oft, dass in der Mannschaft Potential steckt, versäumte es aber genau dieses abzurufen. Erst am achten Spieltag feierten die Blau-Weißen mit einem Remis beim VfL Jesteburg den nächsten Punktgewinn. Es folgten drei weitere Niederlagen, wobei man in den Spielen gegen Havelse, in Celle und gegen Delmenhorst hätte mehr erreichen können. Den Lohn für eine gute Leistung gab es schließlich im Rückspiel vor heimischer Kulisse gegen Fortuna Celle: Mit 1:0 gewann die TSG das Spiel und sendete ein weiteres Lebenszeichen. Der Jahresabschluss ging dann jedoch noch einmal suboptimal aus: Bei Jahn Delmenhorst unterlag die TSG Burg Gretesch mit 2:6.

Auch im Niedersachsen-Pokal lief es für die TSG Burg Gretesch alles andere als optimal. In der ersten Runde unterlag der Regionalligist beim Oberligsten FC Oste/Oldendorf mit 4:1 (0:0), Lisa Drews erzielte dort das zwischenzeitliche 3:1. Gretesch musste früh die Segel streichen, kann sich dafür nun aber voll auf die Liga und den Klassenerhalt fokussieren. Die Spielerinnen wissen um die Situation, können aber auch auf einen starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft bauen: „Das Team versteht sich gut und alle wissen, dass wir jetzt zusammen kämpfen müssen und wollen es auch“, so Torfrau Sabrina Martin.

Den Klassenerhalt im Blick und hochkonzentriert – so dürfte die TSG Burg Gretesch aus der Winterpause kommen. Das Ziel ist klar: „Nach der Winterpause wollen wir dort anknüpfen und uns noch weiter entwickeln, um in der Rückrunde die nötigen Punkte zu holen“, gibt Sabrina Martin die Marschroute vor. Unterschätzen darf man die TSG Burg Gretesch auf keinen Fall – bekanntlich sind angeschlagene Boxer die gefährlichsten. In der Halle ist der Regionalligist bei ledigleich zwei Turnieren dabei: Am Samstag spielt man in Melle die Vorrunde der Kreismeisterschaft und im Januar stehen die Stadtmeisterschaften auf dem Plan der TSG Burg Gretsch. Bei letzteren gehen die Blau-Weißen als Titelverteidiger ins Rennen. In der Regionalliga Nord ist die kommende Aufgabe noch einige Wochen entfernt: Erst am 05.03.2017 um 13:00 Uhr sind die Fußballerinnen der TSG beim TSV Limmer zu Gast.