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Fussball | Zu Gast beim FC Emmen

Fussball | Zu Gast beim FC Emmen

"Hier kom ik weg" - mit diesem Motto identifiziert sich eine ganze Stadt. Nahe der deutschen Grenze liegt Emmen. Eine Stadt, die nicht nur wegen ihres Zoos weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Wir waren zu Gast beim FC Emmen und erlebten einen stimmungsvollen und doch familiären Fußballabend.

Etwa 56.000 Menschen wohnen in der Stadt, weitere 51.000 Menschen im zur Gemeinde gehörenden Umland – Emmen ist damit deutlich kleiner als Osnabrück. Nur etwa zwanzig Kilometer hinter der Grenze zu Deutschland gelegen ist die Stadt vor allem wegen ihres sehenswerten Zoos ein Anziehungspunkt für Touristen und Familien. Doch neben dem „WildLands“, dem größten Zoo der Nordniederlande, hat Emmen viel mehr zu bieten. So locken auch das Atlas Theater oder das Freilichtmuseum Veenpark viele Touristen in die Gegend, die Stadt ist zudem ein beliebtes Einkaufsziel. Und auch sportlich muss sich Emmen nicht verstecken.

Als NEC (Noordbarge Emmen Combinatie) am 25.08.1925 gegründet ist der FC Emmen seit fast einhundert Jahren fest verankert. 1927 folgte die erste Umbenennung in VV (Voetbalvereiniging), mit dem Aufstieg in den Profifußball nannte sich der Klub 1985 in BVO (Betaald Voetbal Organisatie) Emmen um. Seit 2005 trägt man den Namen FC Emmen – noch immer ist man Teil des Profifußballs. Der größte Sprung gelang 2019: erstmals in seiner Vereinsgeschichte stieg der FCE in die Eredivisie auf, von vielen Verletzungen geplagt musste der Klub im letzten Sommer zurüc k in die „Eerste Divisie“. Bekannte Spieler oder gar Stars sucht man beim FC Emmen zwar vergebens, mit seiner familiären Art und dem gelebten „Underdog-Image“ hat sich der FCE jedoch viele Sympathien gesichert und ist auch für viele deutsche Fans ein Anlaufpunkt.Doch auch in Emmen selbst in der FCE verwurzelt. Schaut man am Spieltag in die Stadt, so sieht man schon weit vor Spielbeginn viele Menschen in Trikots und mit Schals des Vereins. Auch am Stadion selbst ist weit vor Spielbeginn einiges los: auf dem Vorplatz treffen sich die Fans, genießen die gemeinsame Zeit bis zum Anstoß und stimmen sich bei Kaltgetränken, Snacks und Musik auf das Spiel ein. Für die Kids stehen einige Attraktionen bereit, die Atmosphäre ist auch hier sehr familiär und umgänglich.

Die "Zuidtribune" beim FC Emmen


„De Oude Meerdijk“ - so heißt Emmens gute Fußballstube. Das Stadion im Stadtteil Meerdijk bietet 8.600 Zuschauenden Platz und ist, vor allem für Fans abseits der großen Betonschüsseln, eine kleine Augenweide. Denn die Zuschauendenplätze verteilen sich auf vier einzeln stehenden Tribünen, alle Fans nehmen auf Schalensitzen Platz. Die Ecken sind offen, der Wind pfeift mitunter durch das Stadion. Doch genau diesen Unterschied zu den vielen modernen Arenen macht einen Besuch in Emmen besonders. Eröffnet wurde das Stadion im Jahr 1977 und mehrfach umgebaut und modernisiert. Vier große Flutlichtmasten mit moderner LED-Technik lassen das Stadion schon von weitem sichtbar werden. Gespielt wird in Emmen auf Kunstrasen. Tickets für ein Heimspiel des FCE gibt es ab 19,50 € (Vollzahler, Hintertortribüne), die teuersten Karten liegen bei 26.-€ auf den Plätzen in den Mittelblöcken der Gegengerade. Alle Plätze sind überdacht und dank der höher gelegenen Tribünen haben die Fans beste Sicht auf das Geschehen. Neben den Heimspielen des FC Emmen fanden im Stadion auch schon Länderspiele und Konzerte statt.

Kulinarisch darf sich der Stadionbesuchende auf die typisch niederländische Kost freuen. Die Snacks (Pommes, Hamburger, Frikandel oder die niederländische Frikadelle) gibt es für 3.-€, Schokoriegel, Weingummi (jeweils 1.-€) oder Chips (2.-€) runden das Angebot ab. Ein reichhaltiges Angebot finden die Fans auch bei den Getränken: das Bier und die Softdrinks gibt es in zwei Größen (0,4L für 4.-€, 0,2L für 2.-€), zudem können sich die Besuchenden über warmen Kakao (0,2L für 2.-€) oder Kaffee/Tee (0,2L für 1.-€) freuen und sich auch mit Weißwein (3.-€) oder alkoholfreiem Bier/Radler (für 2.-€) erfrischen.

„Rood wit aan de bal – dat is Emmen“ hallt es zum Einlaufen der Mannschaften aus den Stadionboxen. Die Stimmung im Stadion ist gut, vor allem die „Zuidtribune“ macht ordentlich Lärm. Denn dort stehen die aktiven Fans des FC Emmen, energisch peitschen diese ihr Team nach vorn und nehmen mitunter das gesamte Publikum mit. Sportlich lief es im Heimspiel gegen den FC Eindhoven zwar nicht so gut wie erhofft, dennoch zeigte sich das Stadion als stimmungsvoller Ort. Die Stadt steht hinter ihrem FCE – in guten wie in schlechten Zeiten.

 

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