Hallenfußball | Meppen gewinnt pk-Cup

Ohne auch nur einen Punkt abzugeben und mit einem Torverhältnis von 31:3 Toren setzte sich der SV Meppen am gestrigen Freitagabend beim „pk-Cup“ in der Cloppenburger Sporthalle an der Leharstraße durch. Der SVM krönte seine überlegene und absolut souveräne Leistung im Turnierverlauf.

Das im Vorfeld als ausgeglichen und gut besetzte Turnier ließ am Ende doch viele Wünsche offen: Insgesamt sahen die gut 700 Zuschauer durschnittlichen Hallenfußball ohne wirkliche Highlights. Gastgeber BV Cloppenburg enttäuschte und schloss das eigene Turnier als Vorletzter ab. Nur die Mannschaft von Jong Go Ahead Eagles Deventer sammelte weniger Punkte als der BVC. Mit vielen Fans im Rücken reiste Landesligist SV Atlas Delmenhorst an die Soeste. Die Blau-Gelben schlugen zum Auftakt direkt den gastgebenden BVC und schienen eine gute Rolle im Turnier spielen zu können. Doch es kam anders: Delmenhorst wurde mit sechs Punkten Tabellenvierter. Überraschend leidenschaftlich und bissig präsentierte sich Landesligist SV Bevern: Die Schwarz-Gelben hielten auch den SV Meppen lange in Schach, unterlagen am Ende dennoch. Ein richtiges Ausrufezeichen setzte der SVB beim völlig verdienten 5:1 – Erfolg über den BV Cloppenburg. Der Lohn dafür war Platz drei in der Endabrechnung. Erwartet stark zeigte sich das mit zahlreichen Jugendnationalspielern gespickte Team von Jong AZ: Alkmaars Reserve spielte technisch guten und schnellen Fußball, hatte aber mit der „deutschen Spielweise“ seiner Gegner sichtlich Probleme. Am Ende machten es die Rot-Weißen dennoch souverän und sicherten sich als Tabellenzweiter den Platz im Finale. Gruppensieger wurde der SV Meppen: Dominant und ohne wirkliche Gegenwehr konnte der Spitzenreiter der Regionalliga Nord schalten und walten – und das nach Belieben. Auch im Finale gegen Jong AZ machte der SV Meppen schnell klar, dass an ihnen heute kein Weg vorbei führt. Mit 5:0 setzte sich der SVM im Endspiel durch und feierte damit auch den Turniersieg. Gut siebzig SVM-Fans auf der Tribüne feierten das Team – und sie feierten Miro Born. Mit zehn Toren wurde Mirco Born bester Torschütze.

Kritik von der Tribüne gab es vor allem für die unprofessionelle Organisation und das Hallensprecherteam: Letztere glänzten mit zahlreichen Albernheiten und fehlerhaften Infos während des gesamten Turnierverlaufes und sorgten bei zahlreichen Besuchern für Kopfschütteln. Zudem sorgte ein massives Aufgebot an Polizei und Sicherheitskräften und die explizite Abschottung und die damit stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit der Meppener Zuschauer vom Rest der Besucher für Unmut und kritische Stimmen. Anders als sonst üblich gab es zudem keine Ehrungen für den besten Torschützen oder den besten Torwart und auch die Siegerehrung war des Turniers nicht würdig und hatte was von einer Werbeveranstaltung. Vielleicht sollte man sich in Zukuft wieder auf das beschränken, was so ein Turnier ausmacht: der Sport.