Bezirksliga | 8:1 - Kloster deklassiert Türkgücü

Erst dauerte es ein wenig, dann brannte Kloster ein echtes Feuerwerk ab: Mit 8:1 (3:0) deklassierte der in allen Belangen überlegene VfL Kloster Oesede am heutigen Mittwoch den SC Türkgücü und setzte damit ein ganz dickes Ausrufezeichen. Mann des Abends war Rico Niermann – der Stürmer des VfL traf alleine fünf Mal.

Auf dem Kunstrasenplatz an der Waldbühne entwickelte sich vor gut 150 Zuschauern eine zunächst eher durchschnittliche Bezirksligapartie. Kloster Oesede agierte aus einer sicheren und kompakten Defensive, Türkgücü suchte seine Wege über das ihnen liegende und schnelle Kombinationsspiel. Die besseren Chancen hatten jedoch die Gastgeber, die auf eigenem Platz mit Kontern stets für Gefahr sorgten. Doch noch zeigte sich der VfL im Abschluss zu unpräzise und teilweise überhastet. Das änderte sich erstmals in der 38. Minute: Rico Niermann schraubte sich nach einer präzisen Flanke hoch und köpfte zum 1:0 ein. Nur eine Minute später jubelte Kloster Oesede erneut: Türkgücü verlor im Aufbauspiel den Ball, die Gastgeber schalteten schnell und Damian Hülsmann vollendete zum 2:0. Kloster entwickelte nun richtig Spaß am Spiel und hielt den Druck hoch. Noch vor der Pause traf Rico Niermann nach einer schönen Kombination über wenige Stationen zum 3:0, das Spiel schien entschieden. Doch Türkgücü fing sich nach dem Seitenwechsel: Die Osnabrücker kamen zum Anschlusstreffer durch Oguzhan Karacan (46.) und hatten so etwas wie eine Drangphase, allerdings ließen die Gäste in der eigenen Defensive auch viel Raum. Den nutzte Kloster Oesede: Mitten im Druck der Gäste konterten die Blau-Weißen über die linke Seite, die präzise Flanke von Rene Vennemeyer köpfte Laurin Hülsmann zum 4:1 ein (65.). Türkgücü war nun völlig von der Rolle und schien zu kapitulieren. Der VfL Kloster Oesede konnte nun frei aufspielen, hatte Raum und Zeit und schraubte das Ergebnis mit nur sehr wenig Gegenwehr in die Höhe. Damian Hülsmann markierte sechzehn Minuten vor dem Ende das 5:1, eine Minute später traf Rico Niermann zum 6:1. Niermann war es auch, der in der 84. und 88. Spielminute für die beiden Tore zum Endstand von 8:1 sorgte. Vorher gab es jedoch einen emotionalen Moment: Nach sehr langer Verletzungspause lief Maik Kavermann wieder für den VfL auf, Kavermann kam sieben Minuten vor Schluss für Alexander Moschner ins Spiel und wurde sehr herzlich empfangen.

Wir sprachen nach dem Spiel noch mit Florian Lübbe, dem Kapitän des VfL Kloster Oesede. Das Kurzinterview zum Spiel gibt es hier.

VfL Kloster Oesede: Redzewsky – Vennemeyer, Beinlich (76. Lanwermayer), D. Hülsmann, Weigelt (67. K. Hülsmann), L Hülsmann, Niermann, Miebach, Stoffels, Lübbe, Moschner (83. Kavermann)

SC Türkgücü: Vinke – Akyuerek, Kurt, Senyildiz, Yildirim, Cinar (70. Asma), Bayram, Selvi, F. Güraslan, Aygün (70. Bag), Karacan

Tore: 1:0 Niermann (38.), 2:0 D. Hülsmann (39.), 3:0 Niermann (42.) 3:1 Karacan (46.), 4:1 L. Hülsmann (65.), 5:1 D. Hülsmann (74.), 6:1 Niermann (75.), 7:1 Niermann (84.), 8:1 Niermann (88.)