Masters 2016 | Bersenbrück triumphiert vor ausverkauftem Haus - Akbayram überragt

Der Masters-Sieger 2016 heißt TuS Bersenbrück. Die Mannschaft von Farhat Dahech setzte sich vor ausverkauftem Haus in einem packenden Finale gegen den Ligakonrurrenten aus Rothenfelde verdient mit 4:3 durch.

„Ich glaube wir haben am Wochenende eines der spektakulärsten Hallenmasters der Geschichte gesehen“ war Belms Organisator Jürgen Thust völlig aus dem Häuschen. „Die Halbfinals waren an Dramatik nicht zu überbieten. Eigentlich hätten alle vier Mannschaften den Titel verdient gehabt. Letztendlich hat sich der TuS Bersenbrück etwas glücklich aber verdient am Ende durchgesetzt“. Überragender Akteur des Masters war Yakup Akbayram vom Dritten SV Melle Türkspor. „Wir durften dem Hallenkönig Akbayram beim zaubern zusehen“ brachte es Thust auf den Punkt. Der Meller Wirbelwind war von keinem zu stoppen und brachte es am Ende auf satte 11 Turniertore.

In der Vorrundengruppe E gingen der SV Bad Rothenfelde und der spätere Sieger TuS Bersenbrück als Favoriten ins Rennen. Beide wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, der TSV Venne und Quitt Ankum hatten trotz lautstarker Unterstützung das Nachsehen. Im Endspiel um den Gruppensieg setzte sich Bersenbrück letztendlich gegen die Salinenstädter durch.

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In der Gruppe F sicherte sich der SV Melle Türkspor ungeschlagen mit 9 Zählern den Gruppensieg vor dem Titelverteidiger aus Lechtingen. Das Nachsehen hatten Viktoria 08 GMHütte und der aufopferungsvoll kämpfende FC Bissendorf. „Alle Mannschaften waren sehr stark, dies zeichnete sich schon am Freitag ab. Es waren sehr enge Spiele und in der Zwischenrunde haben wir unser Bestes gegeben und gegen alle Mannschaften gewonnen. Besonders gegen Lechtingen und Georgsmarienhütte gestaltete sich dies schwierig. Man musste das ganze Spiel Aufmerksam sein und sehr gute Leistungen erbringen, um diese Mannschaften zu bezwingen“, so Türkspor Keeper Emir Bostan.

Somit kam es im Halbfinale zu 2 „Derbys“. Im ersten Halbfinale traf der TuS Bersenbrück auf die Sportfreunde Lechtingen, in der zweiten Partie der SV Bad Rothenfelde auf den SV Melle Türkspor.

In einem nicht ganz so spektakulären aber dennoch sehr spannenden Spiel besiegte Bersenbrück den Titelverteidiger aus Lechtingen mit 2:1. Dabei drehte der Landesligist den Rückstand durch Dirk Schomäker (4.) noch in einen Sieg. Die beiden überragenden Bersenbrücker Frank Placke (18.) und Max Tolischus (20.) sorgten für den Finaleinzug des TuS.

Danach folgte wohl eines der besten Spiele unter dem Hallendach, dass die Osnabrücker Fußballszene gesehen hat. Die Zuschauer erlebten ein Wechselbad der Gefühle, denn die Führung zwischen Melle Türkspor und Rothenfelde wechselte hin und her. Nachdem Torsten Kuhlmann den SVR in Führung bringen konnte (2.), drehte Yakup Akbayram die Partie per Doppelpack (5.|8.) zum 2:1 für Melle Türkspor. Nach dem Seitenwechsel ging der Schlagabtausch so richtig los. Nachdem erneut Kuhlmann (13.) zum 2:2 traf, antwortete Akbayram postwendend mit der erneuten Meller Führung (14.). Als Tardeli Malungu direkt im Gegenzug erneut ausgleichen konnte (14.), antwortete Akbayram mit seinem 4. Treffer in diesem Spiel zum 4:3 (14.). Danach zeigte der SV Bad Rothenfelde seine ganze Routine und Klasse und zwang den Kreisligisten in die Knie. Zweimal Torsten Kuhlmann (16.|20.) und Kevin Herbermann (20.) sorgten für den 6:4 Endstand und Jubel auf Seiten des SVR. Alle Zuschauer die dieses Halbfinale live gesehen haben, werden es so schnell nicht vergessen. Sensationell!

Im Neunmeterschießen um Platz 3 zeigte Lechtingen dann Nerven und verschoss gleich 3 Mal. Melle Türkspor zeigte sich treffsicher und gewann am Ende mit 3:1.

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Dann stand das große Finale des Herforder Hallenmasters 2016 auf dem Programm. Nachdem sich beide Teams erst ein wenig abtasteten, ging Bersenbrück durch einen Doppelschlag von Frank Placke (8.) und Max Tolischus (8.) mit 2:0 in Führung. Kurz vor der Halbzeitsirene gelang Torsten Kuhlmann (10.) der Anschlusstreffer zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel war es erneut Placke (16.), der den alten 2-Tore Abstand mit dem 3:1 wieder herstellte. Als Tardeli Malungu kurz drauf auf 3:2 verkürzen konnte, keimte wieder Hoffnung bei den grün-weißen auf. Doch ein Ex-Rothenfelder Namens Igor Balov hatte etwas dagegen, er traf 2 Minuten vor Schluss zum 4:2. Der Treffer zum 4:3 durch Patrick Fiß kam dann zu spät. Während auf Seiten des TuS Bersenbrück grenzenloser Jubel herrschte, musste Rothenfelde die zweite Masters Final-Niederlage hintereinander einstecken. „Das war eine super Mannschaftsleistung. Wenn du so ein geiles Spiel machst, dann willst du auch den Pokal holen. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir sind sehr stolz auf uns, überhaupt das Finale erreicht zu haben, auch wenn es nur der 2. Platz geworden ist. Mein herzlicher Glückwunsch geht an Bersenbrück, die waren halt am Ende die bessere Mannschaft. Aber nichts desto trotz wollen wir die positiven Dinge des Turniers mit in die Rückrunde nehmen“ so Tardeli Malungu vom SV Bad Rothenfelde. Frank Placke vom Sieger aus Bersenbrück hat schon einige Finals verloren, daher war er um so glücklicher, dieses Mal den Pott gewonnen zu haben. "Ich fand das Turnier sehr hochklassig, es wurde schneller und sehr ansehnlicher Fußball gespielt. Ich finde es standen auch die 4 besten Mannschaften im Turnier dann in den Halbfinals. Ein Turniersieg ist natürlich immer eine schöne Sache, ich habe schon einige Male im Halbfinale oder im Finale gestanden und verloren. Um so schöner ist es, jetzt mit dem TuS das Turnier gewonnen zu haben. Wir haben wirklich eine super Truppe und haben über das ganze Turnier sowohl auf als auch neben dem Platz als Team überzeugt. Natürlich ist ab den ko. Spielen immer etwas Glück dabei, trotzdem finde ich, haben wir das Turnier verdient gewonnen bei nur einem Unentschieden. Im Namen der Mannschaft möchte ich mich auch bei den Organisatoren des Turniers bedanken, es war ein schönes Wochenende mit einem glücklichen Ende für uns"

Jürgen Thust war nach dem Turnier zwar fix und fertig, dennoch war er stolz auf das, was er mit seinen Helfern geleistet hat. „Es waren tolle Spiele, geile Tore, Emotionen und Zuschauer, die sich alle wohlfühlten. Wir haben tolle Spieler wie z. B. Tolischus, Placke, Schleibaum, Flottemesch, Fiß, Kuhlmann und den Hallenkönig Yakup Akbayran beim Zaubern gesehen. Und wir haben respektvolle und sehr faire Fans, grade bei in der Endrunde gehabt. Alle Mannschaften haben mir ein großes Lob ausgesprochen. Frank Placke hat mich später bei der spektakulären Feier im TwentySeven in den Arm genommen und gesagt: Jürgen, super organisiert, hier kommen wir jedes Jahr gerne wieder hin. Das ist dann mein Dankeschön an die vielen, vielen Helfer rund um das Masters. Ich bin sehr stolz, glücklich und tierisch kaputt. Und, Hallenfußball geht auch ohne Kunstrasen“.

von Mike Witte