Frauen | 0:8 – Ibbenbüren genießt Fußballfest

Das Ergebnis war am Ende zweitrangig: Die Westfalenligistinnen von Arminia Ibbenbüren genossen beim heutigen DFB-Pokal-Achtelfinalspiel gegen den FC Bayern München ein wahres Fußballfest im Stadion Schierloh. Am Ende gab es trotz der klaren 0:8 (0:3) – Niederlage nur strahlende Gesichter.

Schon weit vor dem Anstoß herrschte im kleinen Stadtteil im Westen Ibbenbürens der Ausnahmezustand: Viele Besucher machten sich auf den Weg ins Rund, Arminia Ibbenbüren war jedoch bestens vorbereitet und glänzte mit einer optimalen Organisation. 2.632 Zuschauer passierten die Stadiontore – eine Kulisse die selbst der Frauenfußball bei Bayern München (Zuschauerschnitt: etwa 1.000 Besucher) nicht kennt. Die Stimmung war klasse und auch das Spiel wurde es. Zwar war Arminia Ibbenbüren während der gesamten Spielzeit spielerisch unterlegen, die Gastgeberinnen wussten aber durch Konter im eigegen Stadion, phasenweise frühem Pressing und mit unbändigem Willen zu überzeugen. Bayern München machte das Spiel und auch die Tore. Bereits nach zwei Minuten eröffnete Vivianne Miedema den Torreigen, nur sieben Minuten später erhöhte Miedema auf 0:2. Arminia Ibbenbüren verteidigte in der Folgezeit kompakt, die Bayern bissen sich an der Defensive die Zähne aus. Und noch eine ließ den Bundesliga-Spitzenreiter reihenweise verzweifeln: Mit einigen sehenswerten Paraden machte Arminia-Torfrau Stefanie Kösters die Chancen der Gäste reihenweise zunichte. Gegen Sara Däbritz war jedoch auch Stefanie Kösters machtlos: Das 0:3 fiel noch vor der Pause (33.).

Ibbenbüren wollte es den Bayern auch nach der Pause schwer machen, mit zunehmender Spielzeit schwanden jedoch deutlich sichtbar die Kräfte. Bayern München agierte weiter im Style einer Spitzenmannschaft. Locker und mit viel Ballbesitz spielten die Gäste ihre Übermacht nun aus. Sara Däbritz erhöhte auf 0:4 (50.), Vivianne Miedema auf 0:5 (56.). Es drohte ein Debakel für Ibbenbüren, die Grün-Weißen wehrten sich jedoch nach Kräften und wussten das Debakel zu verhindern. Zwar setzte es durch Katharina Baunach (65.), Simone Laudehr (67.) und Carina Wenninger (78.) weitere Gegentreffer, Ibbenbüren hatte jedoch nun auch eigene Chancen. Imke Eversmeyer wurde aus der Distanz geblockt, Jennifer Wobker kam im Duell gegen FCB-Torfrau Tinja Korpela nur einen Augenblick zu spät und Melissa Steffen konnte von Tinja Korpela in höchster Not gestört werden. Einen eigenen Treffer hatte die Arminia verdient – dieser blieb jedoch aus. Doch auch so gab es am Ende nur strahlende Gesichter: Bayern München zieht ins Viertelfinale des DFB-Pokal ein und Arminia Ibbenbüren feiert sich und einen rundum gelungen Fußballnachmittag im Schierloh. Zweifelsohne, die Arminia-Frauen haben sich dieses Fest mehr als verdient.

DJK Arminia Ibbenbüren: Kösters – Seeliger, Schmidt, Bock, Göcking (62. Brüning), Steffen, Richter (58. Helms), Brüggemeier, Eversmeyer, Schrameyer, Wobker (78. Heeke)

FC Bayern München: Korpela – Lewandowski (74. Gerhardt), Abbe, Baunach, Miedema (65. Rolser), Berge (65. Wenninger), Evans, Maier, Laudehr, Faißt, Däbritz

Tore: 0:1 Miedema (2.), 0:2 Miedema (9.), 0:3 Däbritz (33.), 0:4 Däbritz (50.), 0:5 Miedema (56.), 0:6 Baunach (FE, 65.), 0:7 Laudehr (67.), 0:8 Wenninger (FE, 78.)

Zuschauer: 2.632 (im Stadion Schierloh)

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß (Rieder)