Landesliga | 2:1 – Rothenfelde wieder Tabellenführer

Spannender geht es kaum: Am Freitag verdrängte der TSV Oldenburg den SV Bad Rothenfelde von der Tabellenspitze, mit einem 2:1 (0:0) gegen BW Lohne holten sich die Salinenstädter den Platz an der Sonne heute zurück. Der SV Bad Rothenfelde ist wieder Tabellenführer der Landesliga, hatte jedoch eine harte Nuss zu knacken. Im Vergleich zur Vorwoche stellte SVR-Coach Günther Baerhausen seine Mannschaft auf einer Position um: Für Felix Gelhoet stand Jan Unger auf dem Feld. Auch Lohne änderte das Personal: Daniel Dauny brachte mit Phlipp Kreimer für Simon Kolhoff, Marius Sandvoß für Florian Olberding und Kai Westerhoff für Felix Schneppe gleich dreifach frischen Wind in die Formation. Doch Dauny musste auch vor dem Anstoß noch einmal handeln: Christian Meyer meldete sich verletzt ab, für ihn rückte Tobias Niedfeld in die Startformation. Vor gut 200 Zuschauern entwickelte sich zunächst eine schleppende Partie: Beide Teams tasteten sich erst einmal in Ruhe ab, viel ging in der Anfangsphase zwischen den Strafräumen. Nach gut einer Viertelstunde gab es die ersten Torraumszenen zu verzeichen – und die gehörten dem „Underdog“ aus Lohne. Blau-Weiss Lohne agierte aus einer sicheren Defensive schnell und über wenige Stationen, der SV Bad Rothenfelde hatte dagegen zunächst keine Mittel. Hinzu kam, dass der SVR auch nach vorne gänzlich harmlos blieb. Die beste Chance des ersten Durchgangs hatten die Gäste: Einen Flankenball aus dem rechten Halbfeld nahm Dionissios Ipsilos am langen Pfosten per Seitfallzieher – optisch ansprechend scheiterte er nur knapp. In der Pause schien Günther Baerhausen seine Mannen mit den richtigen Worten wachgerüttelt zu haben, zudem kam mit Felix Gelhoet für Stefan Kotulla frisches Personal ins Spiel. Der SVR war in der zweiten Halbzeit nicht wiederzuerkennen: Die Gastgeber kamen wesentlich druckvoller und temporeicher als noch vor der Pause zurück. Auf dem Kunstrasenplatz entwickelte sich fortan eine richtig gute Landesligapartie. Chancen gab es hüben wie drüben, einzog die Tore fehlten. Doch das sollte sich in der Schlussphase ändern: Der SVR versuchte es nun mit der berühmten Brechstange und hielt Lohne unter Dauerdruck, der Lohn dafür folgte: Nach schnellem Angriff erzielte Tardeli Malungu zehn Minuten vor Spielende das 1:0 für den SVR, nur zwei Minuten später erhöhte Patrick Fiß auf 2:0. Der Doppelschlag schien zu reichen, doch Lohne kam dank Mursel Smakolli in der 88. Speilminute noch einmal heran. Am Ende blieb es jedoch beim insgesamt glücklichen Sieg für den SV Bad Rothenfelde. „Für uns ist es eine unglückliche Niederlage. Wir waren lange mindestens gleichwertig, im ersten Durchgang sogar spielbesteimmend und hatten unsere Chancen, leider machen wir das Tor nicht. Am Ende gewinnt Bad Rothenfelde glücklich. Wir hätten den Dreier hier gerne mitgenommen, zumal im Keller auch die Teams ihre Punkte holen und wir dort nicht mehr reinrutschen möchten. Schade, aber so ist Fußball“, Lohnes Trainer Daniel Dauny war nach Spielende sichtlich enttäuscht. Auf der anderen Seite überwog die Freude über den späten Erfolg und die erneute Tabellenführung, die es für den SVR nun Woche für Woche zu verteidigen gilt. SV Bad Rothenfelde: Zimmermann – Unger, Meyer-Potthoff, Kuhlmann, Herbermann, Fiss (86. Eger), Pfannenstiel, Malungu, Stumpe, Kotulla (46. Gelhoet), Pörschke TuS BW Lohne: Kreimer – Övermann (81. Olberding), Hofmann, Sandvoß, Niedfeld, Smakolli, Westerhoff, Hegerfeld, Broering, Bramscher, Ipsilos (81. Wulfing) Tore: 1:0 Malungu (80.), 2:0 Fiß (82.), 2:1 Smakolli (88.) Schiedsrichter: Dirk Schroer (Messingen)