Landesliga | 2:5 – Türkgücü unterliegt deutlich

Der SC Türkgücü Osnabrück befindet sich seit heute in einer kleinen Krise: Das Team von Uwe Persson unterlag dem SV Hansa Friesoythe auf eigener Anlage deutlich mit 2:5 (2:1) und muss seinen Blick nun mehr denn je gen Abstiegszone richten.

Dabei sah es zunächst gar nicht so schlecht aus für den Gastgeber: Bereits nach zwei Minuten brachte Furkan Güraslan den SCT mit der ersten Chance im Spiel in Führung. Türkgücü agierte druckvoll, leistete sich im Spielaufbau jedoch auch Fehler und ließ den Gästen vor allem auf den Flügeln viel Raum. Friesoythe nutzte das: Die Gäste kamen meist über die Außen und nach einer Viertelstunde auch zum Ausgleich. Nach einem präzisen Eckball stieg Serkan Cayli im Strafraum höher als seine Gegenspieler und köpfte zum 1:1 ein. In der Folgezeit bot sich den gut einhundert Zuschauern, darunter auch einigen Friesoythern, eine ausgeglichene, aber keine hochklassige Landesligapartie. Friesoythe konnte ein leichtes Chancenplus verzeichnen, musste aber noch vor der Pause den erneuten Rückstand hinnehmen. Und der war kurios: Furkan Güraslan schoss einen Freistoß direkt auf das Tor, Hansa-Keeper Dennis Panzlaff musste nachfassen – und tat dies wohl erst hinter der Linie. Türkgücü freute sich, Friesoythe haderte mit der Entscheidung. Mit diesem 2:1 ging es auch in die Kabinen. Aus diesen kam der Gast wesentlich frischer und frecher zurück: Unmittelbar nach Wiederbeginn riss Hansa Friesoythe das Spiel an sich, Trainer Hammad El-Arab schien seine Mannen in der Pause richtig motiviert zu haben. Der Lohn dafür ließ nicht lange auf sich warten: Andre Thoben setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und spielte quer, der mitgelaufene Lukas Ostermann brauchte nur noch einzuschieben – 2:2 (49.). Für den SC Türkgücü kam es noch dicker: Nur sechs Minuten später jubelte der Gast erneut: Nermin Becovic zog aus zwanzig Metern ab, der Ball landete vom Innenpfosten zum 2:3 in den Maschen. Der Bann war gebrochen, auch weil Türkgücü nun kaum noch Ideen im eigenen Offensivspiel hatte und nicht mehr zurück ins Spiel fand. Sahin Günana versuchte es in der 77. Minute mit einer Schwalbe im Strafraum, Schiedsrichter Kevin Wessels fiel nicht darauf rein und ließ weiterspielen. Zehn Minuten vor dem Ende dribbelte Andre Thoben in den Strafraum und konnte dort nur mit einem Foul gestoppt werden, der gute Schiedsrichter Kevin Wessels entschied folgerichtig auf Strafstoß. Cesar Manrique Gudiel trat an und ließ Kevin Krzyzostaniak im SCT-Chance mit einem lockeren Schuss in die Tormitte keine Chance. Das Spiel war nun endgültig entschieden. Die Schlussphase war geprägt von Niglichkeiten und vielen Diskussionen, den Schlusspunkt setzte Lukas Ostermann mit seinem zweiten Treffer im Spiel drei Minuten vor dem Ende. Für Hansa Friesoythe war der heutige Erfolg ein ganz wichtiger im Abstiegskampf. Friesoythe verschafft sich ein wenig Luft. Auf der anderen Seite muss der SC Türkgücü nach dem heutigen Spiel seinen Blick mehr denn je nach unten richten: Der Abstand zur Abstiegszone beträgt nur drei Punkte. Die Luft wird langsam aber sicher dünn. SC Türkgücü: Krzyzostaniak – Saglam, Seker, Ucar, Gregorio (61. G. Can), Radojevic, Senyildiz, Emekci, Güraslan, Persson, Günana SV Hansa Friesoythe: Panzlaff – Tönnies, Büter, Garcia, Schlangen, Ostermann (90. Eilers), Becovic, Gudiel (88. Moussa), Cayli (70. Bock), Siderkiewicz, Thoben Tore: 1:0 Güraslan (2.), 1:1 Cayli (15.), 2:1 Güraslan (45.), 2:2 Ostermann (49.), 2:3 Becovic (55.), 2:4 Gudiel (FE, 80.), 2:5 Ostermann (87.) Zuschauer: 100 Schiedsrichter: Kevin Wessels (Geeste)