Herren

Der Ball rollt – zumindest in den deutschen Profiligen. Die Teams und Clubs der ersten drei Bundesligen im Herrenfußball und der Frauen-Bundesliga kämpfen trotz der herrschenden Coronapandemie um Punkt und zeitgleich auch ums Überleben. Denn: trotz der laufenden Spiele fehlen den Klubs wichtige Einnahmen.

Alle Spiele finden unter Ausschluß der Fans statt. Die Stadien sind fast leer, lediglich wenige Personen dürfen sich an Spieltagen in den Spielstätten aufhalten. Wer das ist und unter welchen Umständen – dazu hat der DFB ein 46-Seiten starkes Hygienekonzept in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und Vereinen entwickelt. In diesem Konzept ist alles genau geregelt: vom Einlass bis hin zum Ablauf wurde an alles gedacht und auch eventuelle Unwägbarkeiten wurden ausführlich bearbeitet.

Das Hygienekonzept gilt selbstverständlich auch für Journalisten und Fotografen. Und so erleben wir derzeit Spieltage im Schatten der Pandemie – alles andere als gewöhnlich und irgendwie auch befremdlich. Alles beginnt mit dem Akkreditierungsverfahren: sämtliche ausgestellte Akkreditierungen sind während der Pandemie ungültig. Für jeden Spieltag muss die Arbeitskarte aufs Neue bei den gastgebenden Klubs beantragt werden. Nach erfolgter Zusage folgt ein Fragebogen. In diesem werden potentielle Ansteckungsherde abgefragt, bei Ankunft am Stadion wird zudem Fieber gemessen. Liegt der Wert über 38°C ist ein Zutritt zum Stadion ausgeschlossen. Passt der Wert geht es nach der nun folgenden Händedesinfektion in die Spielstätte. Die Stadien sind in drei Zonen unterteilt, jede Zone hat eine maximale Anzahl an Personen, die sich zeitgleich in dieser Zone aufhalten dürfen. Dieser Wert ist streng reglementiert und keine Auslegungssache – für die Einhaltung der Zahlen sind die Klubs verantwortlich. Im Stadion herrscht Maskenpflicht, die Maske kann in den Zonen 2 und 3 nach Einnahme des zugewiesenen Platzes jedoch abgenommen werden. Lediglich im Innenraum, der Zone 1, darf der Mund- und Nasenschutz nicht abgelegt werden. Zudem laden im Stadion verteilte Spender immer wieder zur Händedesinfektion ein. Bis auf wenige Vereinsmitarbeiter, dem Stadionpersonal, den beiden Teams und den Journalisten ist niemand im Stadion.

Das sorgt für eine ganz untypische Atmosphäre. Denn dort, wo normalerweise die Fans ihre Mannschaften akustisch nach vorne peitschen blickt man auf blanke Tribünen. Auch gibt es keine Warteschlangen vor Toiletten und Cateringständen – letztere sind geschlossen. Man hört und versteht jedes Wort, jede Anweisung, jede Diskussion – all das was im „Normallfall“ durch die Fans übertönt würde. Doch trotz all der Umstände bleiben die Emotionen auf dem Rasen. Die Tore werden nicht weniger bejubelt, gewonnen Zweikämpfe und gute Aktionen nicht weniger gefeiert und über Fehler ärgert man sich auch ohne Zuschauer arg. Auch unsere Arbeit ist nicht „alltäglich“: Interviews und Pressekonferenzen finden auf Abstand statt, auch der Austausch unter den Kollegen folgt meist auf höhrere Distanzen oder digital.

Die Bundesligen beenden ihre Spielzeit 2019/2020 sportlich. Das mag vielleicht die beste Lösung für den Sport sein. Das wichtige "Drumherum" und damit ebenso wichtige Parameter für die Teams und Vereine bleiben dabei jedoch auf der Strecke. Ein Kompromiss, den nicht jeder trägt, der aber aufgrund der wirtschaftlichen Aspekte von Klubs und Ligen jedoch unausweichlich ist. Und so bleibt zu hoffen, dass die Pandemie schnellstmöglich überstanden ist und der Sport zurück zum Alltag gehen kann. Doch vor allem bleibt ein Wunsch: der Wunsch nach der unbeschadeten Gesundheit aller. Denn kein Geld der Welt kann die Gesundheit ersetzen. Gemeinsam meistern wir diese Situation, das ist sicher!

Nachdem der sehr erfolgreiche U19 Aufstiegscoach Andy Steinmann zu den Profis aufgerückt ist, war die Stelle des A-Juniorentrainers für die kommende Spielzeit vakant. Und dieser Posten sollte selbstverständlich top besetzt sein. Nun ist es soweit, laut Vorstandsmitglied Florian Heinrichs ist es gelungen, „den absoluten Wunschkandidaten für die Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit zu finden.“


Dieser heißt Marko Tredup. Der zweifache Familienvater bringt einiges an Erfahrungen mit an das Lotter Kreuz. Als Profi lief er unter anderem für Union Berlin, Hansa Rostock, Rot-Weiß Ahlen und den VfL Osnabrück auf. Dabei kann er auf über 140 Spiele in der 2.Bundesliga zurückblicken. Auch auf der Trainerbank hat der A-Lizenz-Inhaber bereits erfolgreich gearbeitet. So trainierte er bei unseren lila-weißen Nachbarn mehrere Jugendmannschaften, unter anderem die U19 in der A-Junioren Bundesliga.
Tredup möchte dabei helfen, „die Sportfreunde auf das nächste Level zu bringen.“ Ausschlaggebend für den Wechsel waren neben den sehr guten Gesprächen mit Klaus Bienemann auch die gute sportliche Perspektive. „Ich habe hier in der Region eine neue Heimat gefunden und freue mich auf die Arbeit bei einer sehr guten Adresse in der Umgebung“, sagt der gebürtige Berliner. Neben seinen Aufgaben als Coach ist in Absprache mit dem Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, Thorsten Cloidt, angedacht, dass Marko perspektivisch weitere Aufgaben innerhalb der Vereinsstrukturen übernehmen soll.
Und er trifft in Lotte auf ein bekanntes Gesicht. Sein ehemaliger Trainerkollege in Osnabrück, Andreas Schüttpelz, trainiert nämlich in der kommenden Saison die U15 der Sportfreunde. Jugendkoordinator Klaus Bienemann ist sehr glücklich, seine Topbesetzung an der Schnittstelle zum Seniorenfußball bekommen zu haben. Er ist überzeugt, „dass Marko dazu beitragen wird, unsere Talente weiterzuentwickeln, die Verzahnung mit dem Regionalligateam voran zu treiben und die besten Spieler auf den Profibereich vorzubereiten. Außerdem wollen wir angreifen und in die Landesliga aufsteigen.“

Die Jungs der kommenden U19 können sich schon jetzt auf einen weiteren Toptrainer im Jugendbereich freuen. Der Kader ist schon hervorragend bestückt, vielleicht ist die Personalie Tredup nun noch ein weiteres Argument für das ein oder andere Talent unserer Region, den Weg ans Lotter Kreuz zu wählen.

Die Fußballsaison pausiert weiter – der Ausgang ist nach wie vor ungewiss. Um die Wartezeit auf den „Restart“ ein wenig zu verkürzen haben wir heute einen Lesetipp für euch. „Fußballheimat Niedersachsen und Bremen – 100 Orte der Erinnerung“ von Hardy Grüne ist ein Buch voller Geschichten und Geschichte und lässt auch längst vergessene Klubs und Sportanlagen aufleben.

Der Autor: Hardy Grüne wurde 1962 in Dortmund geboren. Dreizehn Jahre später zog es Grüne nach Göttingen. Grüne studierte Geografie, Politik und Publizistik. Und er fand seine Leidenschaft für den „kleinen Fußball“. Fernab der großen Stadien schlägt sein Herz für Göttingen 05. Hardy Grüne ist Herausgeber des Magazins „Zeitspiel – das Magazin für Fußball-Zeigeschichte“ und brachte bereits einige Bücher heraus. Zudem gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat des Niedersächsischem Institut für Sportgeschichte an.

Das Buch: Autor Hardy Grüne nimmt den Leser mit auf seine ganz persönliche Reise durch Niedersachsen. Von Cuxhaven hoch im Norden bis hin zu Hannoversch Münden im Süden, von Nordhorn im Westen bis nach Helmstedt im Osten liefert Grüne seinem Leser einhundert spannende und informative Kurzgeschichten zu den großen und kleinen Vereinen. Alphabetisch sortiert beginnt die Reise in Alfeld südlich von Hildesheim und endet in Wunstorf. Doch nicht nur aktuelle und ehemalige Sportanlagen und Stadien stehen im Fokus. Auch die Geschichte der in den Anlagen spielenden Klubs nimmt Grüne unter die Lupe und versorgt den Leser kurzweilig mit vielen Informationen und Anekdoten. Mit gleich drei Orten auf sechs Seiten ist die Stadt Osnabrück im Buch vertreten: Grüne besuchte neben der „Bremer Brücke“ auch das „Eintracht-Stadion“ und den „Schinkelberg“. Dabei kommen so manche, längst vergessene Geschichten zu Tage.

„Fußballheimat Niedersachsen und Bremen – 100 Orte der Erinnerung“ erschien im Mai 2020 unter der ISBN 978-3-96423-015-7 im Hildesheimer „Arete Verlag“ und ist beim Buchhändler vor Ort zu bekommen. Interessant und kurzweilig geschrieben ist „Fußballheimat Niedersachsen und Bremen – 100 Orte der Erinnerung“ ein Werk nicht nur für Groundhopper und Historiker. Es ist ein Buch für jeden, der es mit dem „kleinen Fußball“ hält.

Dino Bajric ist der erste externe Neuzugang der Sportfreunde Lotte für die Saison 2020/21. Der 24-Jährige kommt vom Nord-Regionalligisten BSV Rehden zu den SFL und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

„Dino ist trotz seines recht jungen Alters ein sehr erfahrener Spieler. Er hat den absoluten Willen sich noch weiterzuentwickeln und bringt eine große Mentalität mit“, sagt SFL-Trainerin Imke Wübbenhorst über den Neuzugang. Bajric, der vornehmlich im defensiven Mittelfeld agiert und mit 1,86 Meter Körpergröße viel Physis mitbringt, kann auf die Erfahrung von 23 Partien in der Regionalliga Nord (ein Tor) und 128 Partien in der Regionalliga Südwest (neun Tore) zurückblicken. „Ich freue mich auf die Sportfreunde und auf die Regionalliga West und bin sicher, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann“, so Bajric nach der Vertragsunterzeichnung.

Die Sportfreunde Lotte und Keeper Jhonny Peitzmeier haben den am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Peitzmeier kam im Sommer 2019 aus der U19 von Arminia Bielefeld zu den SFL und absolvierte bisher 14 Partien in der Regionalliga West.

„Jhonny hat sich in den letzten Monaten zu einem sehr guten Torwart entwickelt. Wir sind daher glücklich, dass er auch in der nächsten Saison für uns spielt. Zugleich kann er bei uns die nächsten Schritte machen“, sagt Cheftrainerin Imke Wübbenhorst. „Ich freue mich über das Vertrauen der Verantwortlichen und möchte dieses mit guten Leistungen zurückzahlen“, so Peitzmeier nach der Vertragsunterzeichnung.

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