Regionalliga-Meisterteam behält weiße Heimweste nach 3:1 gegen SC Spelle-Venhaus

Osnabrück. Rote Rosen in der Hand, drei silberne Luftballons mit den Buchstaben V – C - O im Hintergrund – nach guter Leistung und einem 3:1 (25:18, 21:25, 25:21, 25:16)-Sieg gegen den bis dato zweitplatzierten SC Spelle-Venhaus stellten sich die Regionalliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück am Sonntagnachmittag stolz zum Meisterfoto in der Schlosswallhalle auf. Von der Tribüne brandete verdientermaßen Applaus auf, die VCO-Damen feierten mit Fans, Helfern und Sponsoren ein stimmungsvolles Heimfinale einer grandiosen Saison.

SPONSOREN FREUEN SICH ÜBER PRÄSENTKÖRBE
Auf einem Plakat, was die Volleyballerinnen in der Hand hielten, stand „Wir sagen Danke!“, wohl wissend, dass der Erfolg der letzten Monate viele Väter hat. Beispielsweise die Sponsoren, die im Umfeld mit ihrer finanziellen Unterstützung vieles ermöglichten, wie eine Mentaltrainerin, einen Fitnesscoach, Auswärtsfahrten im Bus und anderes mehr - was auf Regionalligaebene nicht unbedingt üblich ist. Die Sponsorenvertreter bekamen von den VCO-Damen als Dankeschön Präsentkörbe und ein Meisterfoto überreicht, in der Hoffnung, dass das Engagement auch in der kommenden Drittligasaison fortbestehen wird. Bianca Wolf vom Restaurant „Alte Posthalterei“ in Osnabrück ließ sich bereits entlocken. „Ich mache natürlich weiter.“

AUSGEGLICHENHEIT IN DEN ERSTEN BEIDEN SÄTZEN
Das Duell zwischen dem VC Osnabrück und Spelle-Venhaus war eine flottes Volleyballspiel, bei dem die Zuschauer über 95 Minuten voll auf ihre Kosten kamen. Beide Teams starteten schwungvoll und schenkten sich nichts. Die VCO-Damen präsentierten sich um Zuspielerin Linda Dieckmann variabel im Angriffsspiel. Obwohl die Aufschlagstärke diesmal lange Zeit nicht so zum Tragen kam, präsentierte der Meister andere Qualitäten. Merit Dresing, Rebecca Siefke über außen, Christina Schwarz und Rieke Voigt über die Mitte sowie die wieder einmal bärenstarke Franziska Detmer, die auch vom Hinterfeld ihre Schlaghärte demonstrierte, sorgten für ein schwer ausrechenbares VCO-Spiel. Dresing war es schließlich, die im ersten Satz mit einer kleinen Aufschlagserie den entscheidenden Vorsprung von 17:16 auf 20:16 herausspielte. Die VCO-Damen gewannen Durchgang eins kurze Zeit später mit 25:18.

Die Gäste, die sich noch Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft machen, waren jedoch nicht geschockt, sondern hielten mit guter Feldabwehr, Blockarbeit und ihren Punktelieferantinnen Nicole Poll, Lina Köster, Sandra Hövels und Maren Rekers weiter dagegen. Trainer Stefan Jäger fieberte lautstark und mit hohem Einsatz am Rande mit. So ging der zweite Satz nach 12:12 und 12:15 schließlich mit 21:25 an die Gäste, die häufig punkteten, indem sie den VCO-Block listig anschlugen.
„Es ist grundsätzlich schwierig, sich im Moment zu motivieren“, sagte Kapitänin Rebecca Siefke, die einen Konzentrationsabfall im Training festgestellt hat. „Spelle ist aber so eine Art Hassgegner, da wollen viele von uns unbedingt gegen gewinnen. Da sind wir heiß, das hat uns geholfen, und deshalb haben wir heute noch einmal hinten raus Gas gegeben.“

VCO-DAMEN STEIGERN SICH IM PASSENDEN AUGENBLICK
Auch der dritte Satz blieb lange spannend mit permanent engen Spielständen. Als VCO-Zuspielerin Linda Dieckmann beim Stand von 17:18 ein technischer Fehler unterlief, drohte die Partie zugunsten der Emsländerinnen zu kippen. Doch die 26-Jährige machte ihren Fehler durch eine starke Aufschlagserie gleich wieder wett. Der VCO lag mit 22:19 vorentscheidend in Front und sicherte sich Durchgang drei mit 25:21.
Jetzt hatte sich der Meister frei gespielt und zeigte im vierten Satz endlich wieder seine enorme Aufschlagstärke, allen voran Franziska Detmer mit ihren Sprungangaben sowie Rebecca Siefke, Merit Dresing und Rieke Voigt. Der Satz war schnell bei einem 7:1- und 13:6-Zwischenstand entschieden. Mit einem, womit auch sonst, Aufschlag-Winner beendete die eingewechselte Zuspielerin Lena Hegemann die Partie mit 25:16 im vierten Abschnitt.

SIEFKE: „MANCHMAL LÄUFT ES, MANCHMAL NICHT“
„Im vierten Satz haben wir im Aufschlag mehr Druck aufgebaut, haben wieder schneller und konstanter gespielt, und Spelle hatte außerdem Probleme mit der Annahme“, resümierte Rebecca Siefke. „Warum in vierten Satz unsere Aufschläge plötzlich wieder so gut kamen, weiß ich nicht. Manchmal läuft es, manchmal nicht.“ VCO-Mittelblockerin Rieke Voigt hatte eine stärkere Speller Mannschaft angesichts der letzten Erfolgsserie erwartet. „Es war wie immer wohl unsere mentale Stärke, die für uns den Ausschlag gegeben hat. Wir hatten alle Bock und wollten zuhause ungeschlagen bleiben.“ Die Heimstärke soll, geht es nach Trainer Kraus, auch Grundlage für eine erfolgreiche kommende Drittligaspielzeit bilden. In der aktuellen Regionalligasaison holten die VCO-Damen vor heimischem Publikum alle möglichen 27 Punkte aus neun Partien.
„In dieser Saison war uns kein Team gewachsen, wie man auch heute wieder gesehen hat. Wir haben sehr viele Möglichkeiten“, ist Trainer Gunnar Kraus stolz auf den gesamten 13er-Kader, der sich sportlich und menschlich super ergänzt. „Wir haben einen großen Teamzusammenhalt und eine enorme mentale Stärke.“

ZUM ABSCHLUSS DERBY IN LINTORF
Am letzten Spieltag steht für die VCO-Damen noch einmal eine reizvolle Partie auf dem Programm. Der Regionalliga-Meister macht sich am Samstag, 14. März mit reichlich Fans im Schlepptau auf den Weg zum Derby beim VfL Lintorf (Beginn 20 Uhr).

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