VCO-Damen 1 warten nach Aufsteiger-Duell in Paderborn weiter auf erste Drittliga-Punkte

Paderborn. Der Fehlstart ist perfekt. Die Drittliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben nach schwacher Leistung das Aufsteiger-Duell bei VoR Paderborn mit 0:3 (17:25, 17:25, 21:25) verloren und warten nach drei Partien immer noch auf das erste Erfolgserlebnis und den ersten Punkt. Probleme in der Annahme sowie Abstimmungsschwierigkeiten waren in den 79 Spielminuten unübersehbar. Die Eigenfehler reichten bis weit in den dritten Satz. Nach 0-8-Rückstand stabilisierte sich die VCO-Leistung, die leichte Steigerung kam aber zu spät. „Mit so einer Leistung wie bis zum 0:8 im dritten Satz hätten wir sogar gegen jeden Regionalligisten verloren", grübelte VCO-Coach Gunnar Kraus über die Ursachen des lange Zeit ernüchternden Auftritts.

SCHWACHE ANNAHME UND ABSTIMMUNGSSCHWIERIGKEITEN

Die Hoffnungen auf den ersten Drittligapunkt oder gar den ersten -sieg waren im VCO-Lager im Vorfeld groß gewesen, es kam jedoch anders. Schnell wurde am Sonntagnachmittag deutlich, dass die „Tiermaschinen“ einen gebrauchten Tag erwischt hatten. Eine zu schwache Annahme ermöglichte lange Zeit kein druckvolles Angriffsspiel. Dazu kamen deutliche Abstimmungsschwierigkeiten in der Feldabwehr und immer wieder technische Fehler. Zudem präsentierten sich die Gastgeberinnen als Team, das mit den Angreiferinnen Anna Leweling (Außen-Annahme) und Senta Barke (Diagonal) sowie Zuspielerin Picabo Reinhold obendrein drei herausragende Einzelkönnerinnen in ihren Reihen hatte, die den VCO-Block vor riesige Probleme stellten. Im ersten Satz war die Richtung beim 4:9 vorbestimmt, zu diesem Zeitpunkt waren die VCO-Damen früh von der Rolle. Alleine Außenangreiferin Merit Dresing, die in der 3. Liga ein positives Startdebüt feierte, und Mittelblockerin Judith Schlingmann (MVP des VCO), hielten Osnabrück noch ein wenig im Spiel. Nach einem Zwischenstand von 12:13 war jedoch der erste Satz beim 14:20 gelaufen – Endstand 17:25 aus VCO-Sicht.

Im zweiten Durchgang brachte die Hereinnahme von Zuspielerin Lena Hegemann sowie den Außenangreiferinnen Inga Kaschade und Jana Kruska zunächst Besserung und Energie. Beim 11:11- und 13:13-Ausgleich durch Mira Hesselink beziehungsweise Kruska keimte im VCO-Lager Hoffnung auf eine Wende auf. Doch anschließend zogen die Gastgeberinnen wieder das Tempo an, und das VCO-Team fiel trotz veränderter Aufstellung in bekannte Muster zurück. Die Aufschläge von Paderborns Leweling waren von der Osnabrücker Annahme nicht zu kontrollieren. Die Gastgeberinnen sicherten sich über eine 21:13-Führung erneut mit 25:17 den zweiten Satz.

Abschnitt drei begann mit einem 8:0-Lauf von Paderborn, was für eine frühe Vorentscheidung sorgte. Nun fingen sich die Osnabrückerinnen aber ein wenig und konnten mit dem Mitaufsteiger, der teilweise durchwechselte, mithalten. Trotz guter Paderbornern Blockarbeit arbeiteten sich die VCO-Damen dank des Willens von Inga Kaschade, Merit Dresing, Jana Kruska, Judith Schlingmann und Rieke Voigt nochmal bis auf 17:18 heran. Doch nach einer Netzangabe von Dresing, einem aufs Netz gesetzter Aufschlag von Paderborns Barke, der glücklich ins Feld tropfte, sowie einem Annahmefehler von Jana Kruska war auch der dritte Satz und damit das Spiel für die VCO-Damen futsch. Anna Leweling hämmerte schließlich den Matchball zum 25:21 diagonal ins Feld

SCHLINGMANN: „MÜSSEN VON ANFANG AN UNSER SPIEL MACHEN“

Die Aufarbeitung der überraschend schwachen Vorstellung fand sofort am Spielfeldrand statt. VCO-Coach Kraus suchte das Gespräch mit seinen Assistenten Dominik Sparenberg und Tobias Mootz. Einige Spielerinnen setzten sich in einen Kreis und diskutierten. „Wir müssen lernen, gleich von Beginn selbstbewusst zu agieren, und von Anfang an unser Spiel zu machen", verbreitete die routinierte Osnabrücker MVP, Judith Schlingmann, Hoffnung. „Wir hatten im Kopf, hier Punkte mitzunehmen. Dann muss man auch von Beginn an so auftreten. Wir kriegen aber schon unsere ersten Punkte. Ich bin froh, dass man im dritten Satz gesehen hat, dass wir auch Volleyball spielen können.“

Trainer Gunnar Kraus suchte bei sich selbstkritisch eine Begründung für die schwache Vorstellung seiner Mannschaft. „Wir hatten ja am Ende eine kuriose Aufstellung. Wenn das die Lösung ist? Es gibt gebrauchte Tage. Aber ich habe den Anspruch an mich als Trainer, dass es so etwas zumindest am Wochenende, am Spieltag, nicht gibt. Wir sind zu spät aufgewacht, ab dem 0:8 im dritten Satz fing es an, gut zu werden.“

SAMAS: „WOLLTEN DRUCK ÜBER DIE AUFSCHLÄGE MACHEN“

Paderborns Trainer Alexandros Samas war logischerweise gut gelaunt und hatte ein breites Lachen auf dem Gesicht. „Konstante Aufschläge, konstante Blockarbeit und eine hohe Abschlaghöhe über den gegnerischen Block haben den Ausschlag für uns gegeben. Wir sind zufrieden als Trainerteam. Wir wollten Druck über die Aufschlag machen und das haben wir durchgezogen“, gab der VoR-Coach zu Protokoll. „Osnabrück hat auch gut aufgeschlagen, aber wir hatten heute eine gute Teamleistung. Anna Leweling und Senta Barke konnten deshalb glänzen, weil auch unsere Mittelblockerinnen taktische Möglichkeiten geboten haben. Wir wollen uns so weiter entwickeln und Punkte holen.“

NÄCHSTES SPIEL

Am kommenden Samstag (03.10.) wollen die VCO-Damen 1 den nächsten Versuch auf den ersten Sieg starten. Dann reisen die „Tiermaschinen“ zum TV Hörde ins Ruhrgebiet. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

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