Heimsieg mit Spitzenspiel Charakter
Emlichheim ein harter Brocken
Das wäre eine Liveübertragung im TV wert gewesen, die Partie zwischen SV Bad Laer und Emlichheim II hatte alles, was ein Spitzenspiel ausmacht. Lange Ballwechsel, viel Kampfeswille beider Teams und großartige Stimmung in gut gefüllter Halle.
Emlichheim startet Stark in die Partie
Druckvoll starteten die Gäste aus Emlichheim in die Partie, ohne erst ihren Rhythmus finden zu müssen, was Bad Laer sichtlich kalt erwischte. Das Team um Trainer Knut Povilleit hatte anfangs sehr damit zu Kämpfen und lief dem frühen Rückstand bis zum Satzende hinterher.
Bad Laer fehlte dieser Rhythmus völlig im ersten Satz. Zu viele individuelle Fehler von der Annahme bis zum Abschluss. Die Gäste warfen sich in den Ball hinein, was Bad Laer in einzelnen Situationen verzweifeln ließ. Eine deutliche Steigerung musste her, zumal man den ersten Satz mit 17:25 an Emlichheim verlor.
Die zwei Gesichter vom Gastgeber
In der noch jungen Saison war es der erste Satzverlust für die Bad Laerer Damen. Das allerdings auch bei dem einen blieb, zeugte vom unbedingten Siegeswillen der Mannschaft. Dieses Gesicht, welches sie im ersten Satz zeigten, legten sie danach völlig ab und drehten die Partie. Viele lange Ballwechsel bekamen die Volleyball Fans zu sehen, was sie ihrerseits mit lautstarker Unterstützung honorierten. Hier hätte ein TV-Team vor Ort sein müssen, um dieses Spiel Live zu übertragen. Beide Teams schenkten sich nichts, warfen sich in jeden Ball und holten viele schwer erreichbare Bälle zurück ins Spiel. Das bessere Händchen hatten dabei meist die Bad Laerer Damen, die dann in den entscheidenden Situationen ihre Abgeklärtheit unter Beweis stellten. Besonders die beiden Zuspielerinnen leisteten an dem Abend ganze Arbeit. Unermüdlich auf Bad Laerer Seite auch Johanna Müller und Laura Seete (MVP Gold), die im Angriff immer dieser den Hammer auspackten. Weil Bad Laer in der ein oder anderen Spielszene einfach mehr investierte, gewannen sie mit 25:16; 25:20 & 25:20 auch die gesamte Partie.
Bei der Wahl zum MVP, sagte Stefan Bertelsmann (Abteilungsleiter Volleyball Bad Laer), das eigentlich alle Spielerinnen an diesem Abend die Auszeichnung verdient hätten. Es gab auf beiden Seiten keine schwachen Spielerinnen, alle haben auf einem hohen Niveau gespielt, was die Partie zum Spitzenspiel machte.
Optimale Punktausbeute
Mit 9 Punkten aus 3 Spielen mit nur einem Satzverlust, kann man mal in die Saison starten. Die Bad Laerer Damen können aktuell gut mit dem Wettkampfmodus umgehen und können sich immer wieder im Spielverlauf steigern. Das schafft viel Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kräfte.
Am kommenden Wochenende geht es für Bad Laer nach Leverkusen. Die Partie wird am 26. September um 19.00 angepfiffen. Alle reiselustigen Bad Laerer Fans, sollten sich im Vorfeld über die aktuellen Corona-Bestimmungen für Leverkusen informieren.