Volleyball – 3. Liga West Frauen
AN DIE ERSTEN BEIDEN SPIELE ANKNÜPFEN
Osnabrück. Viertes Spiel, vierter Versuch die erste Punkte mitzunehmen: Die Drittliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück gehen nach der klaren 0:3-Niederlage in Paderborn am Samstag (3.10., 19.30 Uhr, Halle Phoenix Gymnasium, Seekante 21, Dortmund) neu orientiert und mit frischem Schwung in das schwere Auswärtsspiel beim TV Hörde. Das Team von Trainer Gunnar Kraus hat sich zusammengesetzt und Analyse betrieben. Die ungewohnt schwache Vorstellung am letzten Wochenende soll nur eine Eintagsfliege gewesen sein. Hörde ist allerdings eine hohe Hürde, hat der stark eingeschätzte Vorjahres-Achte doch bislang alle drei Partien gewonnen.
KRAUS: „DIE MANNSCHAFT WAR SEHR SELBSTKRITISCH“
Das Schöne am Mannschaftssport ist, dass es jede Woche eine neue Chance gibt sich zu beweisen. Diese Chance wollen die VCO-Damen 1 am Samstag unbedingt wahrnehmen und wieder Selbstvertrauen tanken. Die ersten beiden guten Spiele gegen USC Münster II und SF Aligse sollen der Maßstab sein, an dem sich das Team von Trainer Gunnar Kraus in den kommenden Wochen steigern will. „Die Mannschaft war sehr selbstkritisch zu sich. Die Mädels haben die Fehler bei sich gesucht und gefunden. Wir müssen das jetzt annehmen und über die Emotionen kommen. Es bleibt nicht viel Zeit bis zum nächsten Spiel, technisch, taktisch groß etwas zu verbessern“, ist Kraus von seiner Mannschaft weiter voll überzeugt. Kapitänin Rebecca Siefke hat Unterschiede zur letzten Saison erkannt. „Wir haben auf jeden Fall definitiv gemerkt, dass wir mit kleinen Unsicherheiten oder Ungenauigkeiten nicht mehr durchkommen. Wir müssen einfach immer auf dem Punkt da sein. Das haben wir bislang leider noch nicht immer geschafft. Ansätze waren durchaus da, aber wir konnten es noch nicht bis zum Ende durchziehen.“
Trainer Kraus gibt klar zu verstehen, was er jetzt von seinen Spielerinnen erwartet. „Wir dürfen als Mannschaft so ein Spiel wie letzte Woche nicht mehr zulassen. Ich erwarte, dass wir ab sofort jedes Spiel Vollgas geben.“ Vor Hörde hat Kraus Respekt, wunderte sich aber über die Leistung von Paderborn gegen den kommenden Gegner (2:3). „Paderborn hat gegen uns wohl einen richtig guten Tag erwischt, wir haben das Spiel auf Video. Wir nehmen die Lage an wie sie ist und werden in den nächsten Spielen eine Reaktion zeigen.“ Rebecca Siefke ist überzeugt, dass die Analyse in den kommenden Spielen Früchte trägt. „Bei Null fangen wir nicht wieder an. Wir setzen bei den Dingen an, die bislang noch nicht gut geklappt haben. Das haben wir bislang schon gut gemacht, aber es kam dann immer irgendwie was Neues dazu. Das müssen wir auf jeden Fall noch abstellen“, so Siefke. „Wenn wir es aber nicht schaffen, uns zum letzten Wochenende zu verbessern, wird es gegen jeden Gegner schwer.“
HÖRDE MIT EINEM HAUCH VON OLYMPIA UND BUNDESLIGA
Wenn der VC Osnabrück am Samstag in Dortmund auf den TV Hörde trifft, dann wird klar, was der Klassensprung in die 3. Liga für die VCO-Damen bedeutet hat. Auf der anderen Seite des Netzes stehen nicht mehr nur Regional- oder Oberligaspielerinnen, sondern Volleyballerrinnen aus höheren Gefilden. Star des TV Hörde ist ohne Frage Alisha Ossowski, die mit ihren 25 Jahren auf zwei Spielzeiten in der Bundesliga beim USC Münster zurückblicken kann. Berufsbedingt kehrte die kraftvolle Außenangreiferin 2019 nach dem Hörder Drittligaaufstieg zurück zum Heimatverein. Beim 3:2-Sieg gegen VoR Paderborn war die Außenangreiferin die überragende Akteurin. Ein noch größerer Name sitzt mit Tonya „Teee“ Slacanin-Williams auf der Trainerbank. Die 52-Jährige war selbst langjährig in der Bundesliga und in der us-amerikanischen Nationalmannschaft im Einsatz. Höhepunkte waren zwei Olympiateilnahmen 1992 und 1996.
Unabhängig von dem Duo scheint sich der TV Hörde zu einem Geheimtipp der Liga zu entwickeln, denn nach drei Partien hat der Vorjahresaufsteiger aktuell drei Siege und acht Punkte eingefahren. Neben dem 3:2 gegen Paderborn stehen noch ein 3:0 gegen MTV Hildesheim und ein 3:1 gegen SF Aligse zu Buche. Ein kraftvolles Angriffsspiel über Alisha Ossowski und Lyn Kosina, dazu eine gute Blockarbeit von Franziska Finke und Dana Kastrup sowie eine kampfstarke Feldabwehr bilden bislang ein kompaktes Gesamtpaket.