Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev setzte sich in seiner Auftaktpartie der 28. NOVENTI OPEN in der Haller OWL ARENA in einem umkämpften Match gegen Landsmann Dominik Koepfer durch. © NOVENTI OPEN/Mathias Schulz

Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev (ATP 6) kämpfte sich im letzten Centre Court-Match eines ereignisreichen Turnierdienstags zum verdienten 6:4, 3:6, 6:3-Auftaktsieg gegen Landsmann Dominik Koepfer (ATP 53) durch. Doch der „Mann des Tages“ in HalleWestfalen war Lokalmatador Jan-Lennard Struff, der die erste Sensation der 28. NOVENTI OPEN auf den Centre Court-Rasen zauberte: Mit großer Willenskraft und guten Nerven besiegte der 31-jährige deutsche Nationalspieler den topgesetzten Daniil Medvedev (ATP 2) mit 7:6 (8:6) und 6:3 und holte sich damit einen der wertvollsten Erfolge seiner ganzen Profikarriere.

„Das ist ein megacooler Sieg für mich. Jetzt will ich den Schwung natürlich in weitere Matches mitnehmen“, sagte der Lokalmatador, der nach vielen Enttäuschungen in HalleWestfalen nun gleich einen ganz großen Coup landete – gegen den amtierenden ATP-Weltmeister, den er sich selbst bei der Auslosungszeremonie als Ziehungsbeauftragter „eingebrockt“ hatte. Struff trifft nach der begeisternden Auftaktvorstellung in der zweiten Runde auf den US-Amerikaner Marcos Giron (ATP 75). Im Falle eines Sieges könnte Struff auf Rekordchampion Roger Federer treffen: „Das ist das Spiel, das ich hier unbedingt spielen möchte. Das wäre ein Traum.“

Zverevs Sieg stand bis in die Schlussminuten auf Messers Schneide: Erst mit dem Break zum 5:3, bei dem ihm auch ein Netzroller half, war für den 24-jährigen Hamburger der Bann gebrochen. Anschließend servierte er die Partie locker aus. „Es ist nicht leicht, nach nur zwei Tagen Vorbereitungszeit sofort den Rhythmus zu finden. Das dauert. Deshalb muss ich hier wirklich von Spiel zu Spiel denken“, sagt Zverev. „Ich will einfach die Zeit bei einem meiner Lieblingsturniere genießen und möglichst oft erfolgreich sein.“ Nach einem 1:4-Rückstand in schwächeren Auftaktminuten gewann Zverev die nächsten fünf Spiele zum 6:4 und zur 1:0-Satzführung. Aber Koepfer knickte keineswegs ein, steckte den Ärger über den unglücklich verlaufenen Startdurchgang weg und glich zum 1:1 nach Sätzen aus. „Gegen ihn kannst du nie ein leichtes Spiel erwarten. Er ist ein schwerer Gegner. Immer und überall“, sagte Zverev, der nun am Donnerstag auf den Franzosen Ugo Humbert (ATP 31) trifft.

Auch Routinier Philipp Kohlschreiber bestätigte den Aufwärtstrend der letzten Wochen: Der ehemalige Halle-Champion, gegenwärtig in der Weltrangliste auf Platz 128 eingestuft, gewann seine Erstrundenpartie gegen den Österreicher Jurij Rodionov (ATP 135) mit 6:4 und 6:3. Kohlschreibers nächster Gegner bereits am Mittwoch ist der Franzose Corentin Moutet (ATP 94). In die zweite Turnierrunde rückte auch Japans Ass Kei Nishikori (ATP 49) vor: Er siegte nach einer hin und her wogenden Partie mit 6:3, 2:6 und 6:2 gegen den Litauer Ricardas Berankis (ATP 84) und muss sich nun mit US-Nachwuchsmann Sebastian Korda (ATP 50) auseinandersetzen. Gescheitert ist Lucky Loser Yannick Hanfmann (ATP 99), der gegen den französischen Qualifikanten Arthur Rinderknech mit 5:7 und 3:6 verlor.

Struff konnte derweil mit dem Favoritensturz auch den ersten Rasenplatz-Sieg gegen einen Rivalen aus den Top Ten verbuchen. Der Davis Cup-Spieler aus Warstein ließ sich von einem starken Spurt Medvedevs in der ersten Matchphase nicht sonderlich beeindrucken und kam nach einem 2:5-Rückstand mächtig und unaufhaltsam   uf Touren. Was er sich vor dem Spiel vorgenommen hatte – „Gas geben daheim und richtig Power zeigen“ –, das setzte er zunehmend eindrucksvoll um und brachte den 25-jährigen Moskowiter in immer größere Schwierigkeiten. Struff wehrte sogar einen Satzball Medvedevs ab und behielt dann auch im Tiebreak die Kontrolle, obwohl er zunächst bei einem 6:4-Vorsprung zwei Satzbälle ausließ. Den dritten, bei einer 7:6-Führung, verwandelte er, sehr zum Ärger von Medvedev, der seinen Frust über die Kehrtwende nicht verhehlte und ärgerlich den Kopf schüttelte.

Im zweiten Satz zog Struff rasch auf 5:1 davon, vergab bei diesem Stand gleich einen ersten Matchball. Medvedev witterte noch einmal eine kleine Chance, rückte auf 3:5 heran, aber der Lokalmatador brachte die Partie dann zum 6:3 über die Ziellinie. „Ich freue mich sehr über diesen Sieg, aber ich will noch länger im Turnier bleiben. Es gibt noch keinen Grund zum Feiern“, sagte der 31-jährige. Struff spielte viele Jahre für den lokalen TC Blau-Weiss Halle und verdiente sich dabei wegen seiner imponierenden Erfolgsbilanz den Spitznamen „Mister Bundesliga“: „Jetzt bin ich froh, dass ich auch beim Turnier so gut drauf bin. Ich habe noch ein bisschen was nachzuholen.“ 2019 hatte Struff seinen ersten Sieg in der ostwestfälischen Lindenstadt nach zuvor sechs Auftaktniederlagen feiern können.

Pressemitteilung der NOVENTI OPEN vom 15.06.2021

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