In die Runde der letzten Vier eingezogen: Nikoloz Basilashvili kämpft nun in der Vorschlussrunde der 28. NOVENTI OPEN gegen Top Ten-Mann Andrey Rublev um einen Platz im Finale am Sonntag. © NOVENTI OPEN/HalleWestfalen

Philipp Kohlschreiber (ATP 128) ist als letzter deutscher Spieler bei den 28. NOVENTI Open ausgeschieden: Der 37-jährige Routinier hielt gegen den Weltranglisten-Siebten Andrey Rublev lange Zeit auf Augenhöhe mit, aber die 6:7 (4:7), 2:6-Viertelfinalniederlage gegen den zum Turnierfavoriten aufgestiegenen Russen war letztlich am glutheißen Freitag nicht zu verhindern. Entscheidend für das Scheitern des gebürtigen Augsburgers war eine Schwächephase im Tiebreak des ersten Satzes, in dem Kohlschreiber mit 3:1 und 4:2 führte, ehe Rublev fünf Punkte in Serie zum 7:4 erzielte.

„Philipp hat mir lange Zeit das Leben sehr schwer gemacht. Ich bin froh, dieses Match überstanden zu haben und im Halbfinale zu stehen“, sagte Rublev, der in der laufenden Serie unter anderem mit dem Finalsieg in Rotterdam und dem Gewinn des ATP Cup mit der russischen Auswahl überzeugt hatte. Er trifft als einzig verbliebener gesetzter Spieler nun im Halbfinale am Samstag auf den Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 30), der Lloyd Harris (Südafrika/ATP 51) mit 6:4 und 7:6 (7:5) ausschaltete. Im persönlichen Vergleich steht es 2:2-Unentschieden, Rublev hat die beiden letzten Partien in Rotterdam (2020) und Cincinnati (2019) gewonnen. Basilashvili allerdings siegte im wichtigsten Duell, im Hamburger Finale vor zwei Jahren.

Das zweite Vorschlussrundenmatch bestreiten Federer-Bezwinger Felix Auger- Aliassime (Kanada/ATP 21) und Ugo Humbert (Frankreich/ATP 31). Supertalent Auger- Aliassime knüpfte bei seinem 6:3, 6:2-Sieg gegen den amerikanischen Qualifikanten Marcos Giron (ATP 75) nahtlos an seinen Traumerfolg gegen den Schweizer „Maestro“ an, während Humbert den Rückenwind seines Triumphes gegen Alexander Zverev mitnahm und Sebastian Korda (USA/ATP 52) in einer umkämpften Partie mit 6:2, 6:7 (5:7) und 6:4 ausschaltete. Der 20-jährige Auger-Aliassime hatte beim ATP-Turnier in Stuttgart zuletzt einen Tiebreak-Krimi mit 7:6, 7:6 gegen den zwei Jahre älteren Franzosen gewonnen. Beim Wimbledon-Turnier 2019 siegte Humbert indes klar in drei Sätzen gegen den NextGen-Star. Die Hoffnungen auf einen deutschen Erfolg im Doppel blieben derweil erhalten: Kevin Krawietz (ATP Doppel 20), der zweimalige French Open-Gewinner, zog an der Seite seines aktuellen Partners Horia Tecau (Rumänien/ATP Doppel 23) durch einen 7:6 (10:8), 7:5-Erfolg gegen die Belgier Sander Gille/Joran Vliegen (ATP Doppel 29 und 28) bereits ins Endspiel ein. Als Unterstützer auf der Tribüne des Tennis-Point Court war auch Andreas Mies mit von der Partie, der reguläre Partner von Krawietz. Mies befindet sich gerade im Reha-Prozess nach einer Knieoperation, er fällt auch für Wimbledon und die Olympischen Spiele aus. Chancen kann sich im Doppel zudem noch der Frankfurter Tim Pütz (ATP Doppel 40) ausrechnen, der an der Seite seines neuseeländischen Partners Michael Venus (ATP Doppel 15) ins Halbfinale vorrückte: Das Duo schlug die Amerikaner Austin Krajicek (ATP Doppel 50)/Sam Querrey (ATP Doppel 199) mit 6:3 und 6:4 und trifft am Samstag auf Felix Auger-Aliassime und Hubert Hurkacz (Polen/ATP Doppel 81 und 73). Auger-Aliassime und Hurkacz behielten zuvor im Viertelfinale mit 6:3 und 6:4 gegen das israelisch-südafrikanische Duo Jonathan Erlich/Lloyd Harris (ATP-Doppel 67 und 465) die Oberhand. Im Einzelwettbewerb waren sechs Deutsche ins Pokalrennen bei Deutschlands wichtigstem ATP-Turnier gegangen, ein Trio erreichte die zweite Runde – ins Viertelfinale rückte aber nur Kohlschreiber vor, der erfahrenste unter allen Lokalmatadoren. „Ich habe mich auch dieses Jahr sehr wohlgefühlt in Halle. Es ist eins meiner Lieblingsturniere. Und ein Turnier, bei dem ich über all die Jahre sehr erfolgreich war. Schade, dass ich heute meine frühen Chancen nicht nutzen konnte“, sagte Wild Card-Mann Kohlschreiber. 2021 war der langjährige Davis Cup-Spieler nun zum 16. Mal am Start gewesen, gegen Rublev trat er zum zehnten Mal in HalleWestfalen in der Runde der letzten Acht an. Nach dem Verlust des ersten Satzes folgte für Kohlschreiber gleich der nächste Dämpfer, als er das erste Aufschlagspiel des zweiten Durchgangs sofort abgab. Diesem Rückstand lief er fortan hinterher, er spielte dabei auch nicht mehr so couragiert und präzise wie in der ersten Matchstunde. „Zu viele Fehler“, rief Kohlschreiber verärgert aus, als er dann auch noch das zweite Break zum 2:5 kassierte. Anschließend servierte Rublev die Partie zum 6:2 aus, nach einer Stunde und 20 Minuten war Kohlschreiber geschlagen und kein deutscher Profi mehr im Einzelklassement.

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