Fussball | Zu Gast bei Blau-Weiß Merzen

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Wir sind für den 24. Teil unserer Serie „Zu Gast bei...“ wieder im Osnabrücker Nordkreis für euch unterwegs gewesen und haben an der Löwenkampfbahn gehalten. Dort spielt ein Bezirksligist – wir waren zu Gast bei Blau-Weiß Merzen.

Als Teil der Samtgemeinde Neuenkirchen bietet Merzen gut 4.000 Menschen in sechs Teilen einen naturnahen und ruhigen Lebensmittelpunkt. Erstmals im Jahr 977 als „Marsunnon“ urkundlich erwähnt gab es auf dem heutigen Gemeindegebiet Merzens schon weit vor der Zeitrechnung erste Ansiedlungen. Im zwölften Jahrhundert begannen die Einwohner mit dem Bau einer Kirche, zwei Jahrhunderte später wurde auch Merzen Opfer der Pest. Die folgenden Epochen waren geprägt von Kriegen, zahlreichen Überfällen und unklarer Gebietsdefinition. Erst mit Beginn des 18. Jahrhundert besserte sich das Leben, mit Ausnahmen der Kriegszeiten, in Merzen stetig. Heute zeigt sich das ursprünglich von Landwirtschaft geprägte Dorf als attraktiver Wohnort, der seinen Einwohnern einiges zu bieten hat. Merzen wächst seit Jahren stetig. Und auch Sehenswertes findet sich in Merzen: Zweifelsohne stellt die imposante Kirche im Mittelpunkt des Ortes eine Sehenswürdigkeit dar, viele Hügelgräber im Umfeld Merzens laden neben der landschaftlich schönen Umgebung ebenfalls zur Erkundung ein.

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Blau-Weiß Merzen ist einer von insgesamt fünf Sportvereinen auf dem Orstgebiet. Die „Löwen“ bieten in vierzehn Abteilung ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten, bei BW Merzen ist für jeden Typ und jeden Alters etwas dabei. Das Aushängeschild des Klubs ist die erste Herrenmannschaft im Fussball, die in der aktuellen Saison in der Bezirksliga antritt und dort schon fast zum Inventar gehört. Das Team von Bruno Graw steckt derzeit jedoch mitten im Abstiegskampf und kämpft um jeden Punkt. Der Klassenerhalt liegt jedoch absolut im Bereich des Möglichen: Merzen hat in dieser Saison schon für Überraschungen gesorgt und sollte in der Endabrechnungen über „dem Strich“ stehen. Auf die Unterstützung ihrer Fans können sich die Blau-Weißen auf jeden Fall verlassen: Regelmäßig strömen die Zuschauer zu den Heimspielen auf die Löwenkampfbahn am Osterodener Weg. Hier hat sich der Klub seine sportliche Heimat geschaffen. BWM verfügt dort über zwei Rasenplätze, beide Plätze können bei Bedarf ausgeleuchtet werden. Der Hauptplatz kann zudem einen für die Liga sehr guten Ausbau aufweisen: Eine kleine Tribüne lädt die Besucher zum überdachten Spielgenuss ein – egal ob im Sitzen oder Stehen. Gesessen wird auf Holzbänken, gestanden auf den Plätzen oberhalb der Sitzreihen. Zudem steht hinter einem Tor das Vereinsheim mit Gaststätte, Kabinentrakt, Funktionsräumen und Versorgungsständen. Vor dem Klubhaus lädt eine überdachte „Terasse“ zum Verweilen ein. Der Rest der Anlage ist nicht ausgebaut, kann aber ebenerdig umrundet werden. Einen Pluspunkt hat die Löwenkampfbahn noch: Man ist, dank der engen Bauweise der Banden zum Platz, sehr nah am Geschehen.

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3.-€ zahlen Vollzahler für ein Bezirksligaspiel in Merzen, für einen Euro weniger kommen Ermäßigungsberechtigte in den Genuss des Amateurfußballs auf der Löwenkampfbahn. Das Cateringangebot ist klein aber ausreichend: Im Klubhaus warten an Wochenenden Kaffeespezialitäten und verschiedene Stücke Kuchen auf die Besucher, an den Außenständen gibt es das übliche Stadionangebot. Die Bratwurst gibt es, ebenso wie die Currywurst, für 1,50 €. Für dne großen Hunger hält BW Merzen zudem die „doppelte Currywurst“ für 3.-€ bereit. Und wer es stwas süßer mag: Süßwaren gibt es bereits für wenige Cent ebenfalls an der Grillhütte. Neben dem Grill wartet auch eine Theke auf die Fans: Softdrinks gibt es in der 0,33L – Flasche für 1.-€, das Bier kostet in der selben Größe fünfzig Cent mehr. Neben dem Standartangebot dürfen sich volljährige Besucher für 0,80 € auch den eine oder anderen Schnaps gönnen.

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Wir haben BW Merzen beim Ligaspiel gegen den VfR Voxtrup (Endstand: 1:1) etwas genauer unter die Lupe genommen und trafen auf eine familiäre Atmosphäre in entspanntem Umfeld. Stimmung gab es nach dem Ausgleich der Löwen: Man merkte, dass jeder Zähler am Ende wichtig sein könnte. Merzen wusste zu gefallen und ist durchaus ein Ziel für einen entspannten Fußballausflug.