Fussball | Zu Gast bei GW Schwagstorf

Die Sommerpause geht in vielen Ligen so langsam ihrem Ende entgegen und auch wir sind wieder auf den Plätzen der Region unterwegs. Und schon in der Vorbereitungszeit laden einige Vereine zu interessanten Testspielen ein. So auch GW Schwagstorf, die im Rahmen ihrer Sportwoche Jahr für Jahr hochklassige Mannschaften auf ihrer Anlage begrüßen. In diesem Jahr sind dies unter anderem ein Drittligist und mehrere Regionalligisten und auch wir waren zu Gast bei GW Schwagstorf. Schwagstorf ist seit der Gebietsreform von 1972 ein Teil der Stadt Fürstenau und bietet knapp 1.300 Einwohnern einen Lebensmittelpunkt. Schwagstorf ist nachweislich eine der ältesten Ansiedlungen in der Region und feierte im Jahr 2000 sein schon 1000-jähriges Bestehen. Erstmals erwähnt wurde Schwagstorf um 1000 nach Christus als „Swavesdorr“ oder „Svavesdorphe“, die an Schwagstorf angrenzende Bauernschaft Kellinghusen fand ihre erste Erwähnung im selben zeitlichen Raum als „Gallinchusen“. Über die Herkunft des Namens gibt es keine eindeutige Klarheit – eine Sage lässt dies jedoch auf einen Schwan, der sich an der Stelle der heutigen Kirche niederließ und damit einen Dorfmittelpunkt für die sich darum streitenden Bewohner gab, als am wahrscheinlichsten herauslesen. Der Schwan findet sich noch heute im Wappen Schwagstorfs, das wie auch schon früher, vor allem durch seine vielen Höfe und seine Landwirtschaft besticht. Erhebliche Bedeutung hatte Schwagstorf auch durch die Ansiedlung des Sitz eines Gogerichtes. In Kellinghusen gründete sich der 1894 der Marienstift, der heute eine Schule mit Internat beherbergt und früher als Waisenhaus diente. Seit 1931 sind Kellinghusen und Lütkeberge Ortsteile von Schwagstorf, seit 1972 gehört Schwagstorf samt seiner Ortsteile zur Stadt Fürstenau. Schwagstorf präsentiert sich heute als Lebensmittelpunkt im Grünen und bietet vor allem Natur und Wanderfreunden ein Reiseziel. In und um Schwagstorf laden zahlreiche Rad- und Wanderwege zu Erkundungstouren ein, zwischen Schwagstorf und Bippen lässt sich in der „Maiburg“ die Natur in vollen Zügen genießen. Schwagstorf_Stoenneberg_Stadion (1) Der Sportverein Grün-Weiß Schwagstorf ist einer von vierzehn Vereinen im Ort und blickt auf eine schon lange Geschichte zurück. GW Schwagstorf wurde im Juli 1923 von Karl von der Burg gegründet, von der Burg war Schuhmachermeister aus Osnabrück und elf Jahre lang Vorsitzender des Klubs. Anfangs war an Punktspielbetrieb noch nicht zu denken, vielmehr trug GW Schwagstorf zahlreiche Sportfeste mit Fussballturnieren und Leichtathletikwettbewerben aus. Karl von der Burg starb im Jahr 1987, er blieb GWS bis zu seinem Tot verbunden. Grün-Weiß Schwagstorf ist heute ein Fußballverein mit drei Herrenmannschaften, zwei Damenmannschaften, acht Jugendmannschaften (als Spielgemeinschaft mit Hollenstede und Fürstenau) sowie drei Mädchenmannschaften (ebenfalls als Spielgemeinschaft mit Hollenstede und Fürstenau). Die erste Herrenmannschaft spielt derzeit in der 1. Kreisklasse Nord, Staffel A und wird von Thomas Leissing trainiert. Schwagstorf lieferte sich in der abgelaufenen Saison bis zum Schluss einen Zweikampf mit dem FC Talge um die Meisterschaft, die Grün-Weißen zogen am Ende jedoch knapp den Kürzeren und feierten die Vizemeisterschaft. Dennoch ist die Bilanz beachtlich: Aus 24 Spielen holte man 61 Punkte und stellte mit nur zwanzig Gegentoren die beste Abwehr der Liga. In der kommenden Saison möchte man nun erneut angreifen. Schwagstorf_Stoenneberg_Stadion (4) Das Umfeld dafür hat man bei GW Schwagstorf allemal. Der Verein kann mit dem Stönneberg-Stadion auf eine Anlage schauen, die in der Kreisklasse und im Landkreis Osnabrück seines Gleichen sucht. Zwei Rasenplätze bietet das Stönneberg-Stadion, der nicht ausgebaute Trainingsplatz kann zudem eine Flutlichtanlage aufweisen. Der Hauptplatz hat es dagegen in sich: Eine überdachte Tribüne mit einhundert Schalensitzen lädt zum Verweilen ein, auf der Gegenseite sitzt oder steht der Besucher knapp zwei Meter über der Grasnarbe und hat einen perfekten Überblick. Die Hintertorseiten sind nicht ausgebaut, ein lichtdurchflutetes und einladendes Vereinsheim mit vier Umkleideräumen lädt zum gemütlichen Beisammensein während und nach den Spielen ein. Und auch an die Kleinen hat GW Schwagstorf gedacht: Ein Kinderspielplatz unmittelbar neben dem Platz lässt beim Nachwuchs keine Langweile aufkommen. Schwagstorf_Stoenneberg_Stadion (6) Wir waren im Rahmen der Sportwoche bei GW Schwagstorf zu Gast. Für die Sportwoche hat de Verein etwas mehr Aufwand betrieben als man es im regulären Betrieb machen würde. So war ein Getränkewagen aufgebaut und auch der Grillstand war größer als üblich. Dennoch versicherte man uns, selbes Angebot auch bei Ligaspielen von GWS zu bekommen. Die Getränke kosten in Größen zwischen 0,2L (Wasser und Softdrinks) und 0,33L (Bier) zwischen 1,30€ (Wasser und Softdrinks) und 1,50€ (Bier), gereicht werden die Getränke in gut temperierten Flaschen. Gut temperiert ist auch der Gasgrill, auf dem die Schwagstorfer Stadionwurst ihre Farbe von weiß auf braun wechselt. Die Wurst gibt es inklusive Saucen und einer Scheibe Toastbrot für 1,50€ und überzeugte durch eine leckere und würzige Note. Wie auf den Dörfern üblich trifft man sich auch bei GW Schwagstorf am Platz zum gemütlichen Beisammensein, einem kalten Getränk, einer leckeren Wurst und gutem Fußball. Im Rahmen der Sportwoche bietet GWS seinen Besuchern sogar sportliche Bonbons: Drittligist SF Lotte und Regionalligist SC Wiedenbrück gaben ihre Visitenkarten schon ab, am Samstag folgt mit dem SV Meppen ein weiterer Regionalligist. Meppen trifft von 14:00 Uhr an auf den SC Wiedenbrück. Für viele Fans des Amateurfussball wird Schwagstorf auch am Samstag wieder das Ziel für einen interessanten Vergleich sein, der Verein und seine Helfer werden sich wieder bestmöglich um das Wohl der Zuschauer kümmern.